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22.4.2019 22:37

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Was gibt es Neues?

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"Die Vorurteile sind wirklich Quatsch"

50 Jugendliche aus vier europäischen Ländern treffen sich zur Europa-Woche in Gersheim

„Ich habe viele neue Freunde auf Facebook“, berichtet Anika stolz ihren Klassenkameraden im Deutschunterricht am Montag. Sie ist Schülerin der Klasse 7e1 der Gesamtschule Gersheim und verbrachte auf Einladung von Hans Bollinger eine Woche mit anderen Jugendlichen aus Polen, der Ukraine, Deutschland und Ungarn in Spohns Haus. Jetzt sitzt sie wieder im Unterricht und berichtet, was sie alles erlebt hat. „Am Anfang war das schon komisch mit der Verständigung. Aber viele der Besucher sprachen prima deutsch und den Rest haben wir mit Englisch oder einer Übersetzungsapp auf dem Smartphone schon hinbekommen“, erklärt die 13-jährige den fasziniert lauschenden Mitschülern. Und Kommunikation war wichtig, denn es standen einige herausfordernde internationale Workshops zur „Europa-Wahl“ am 25. Mai auf dem Programm. Mit besonders viel Spaß gingen die Gruppen an die Arbeit, als sie Parteien entwickeln durften, deren Parteiprogramme ausarbeiten und dafür Wahlkampf betrieben. In einer vorgezogenen Europawahl der Schüler wurde dann unter tosendem Applaus „Die Marshall-Partei“ zum  Sieger gekürt.
Europa hautnah erlebten die Jugendlichen bei der Besichtigung des Europarats in Straßburg und dem europäischen Museum in Schengen. Für alle sicher der inhaltliche Höhepunkt der Europawoche war der Besuch des saarländischen Landtags. Dort wurde die Gruppe von Europaminister Stephan Toscani begrüßt und durfte sich zusammen mit Politikern und weiteren Vertretern saarländischer Schulen unter dem Motto „Europaklassen“ austauschen.
Doch vor allem außerhalb des offiziellen Programms wurde intensiv an Europa gearbeitet, sei es beim gemeinsamen Decken der Tische im Speisesaal oder dem Abwasch in der Küche. „Am meisten über die anderen Länder habe ich gelernt, wenn wir abends auf den Zimmern waren“, resümiert Anika. „Klar wollte ich wissen, welche Musik in Polen gehört wird, was ungarische Jugendliche in ihrer Freizeit machen, und auch ob die Schüler in der Ukraine Angst haben vor dem, was an ihrer Ostgrenze passiert“. Anika ist verändert nach dieser Woche. Offener und neugieriger, meinen ihre Eltern. Und sie will eine Reise nach Polen machen, um ihre neu gewonnenen Freunde zu besuchen – das steht für sie jetzt schon fest.
Als die Deutschstunde endet, schaut Anika ein wenig verschämt ihre Klassenkameraden an. „Natürlich hatte ich am Anfang Vorurteile, vor allem gegenüber den polnischen Jugendlichen“, gesteht Anika, um dann überzeugt hinzu zu fügen, „aber die sind wirklich Quatsch“.

Comenius in Spanien März 2013

 

Viele Gründe nach Spanien zurückzukehren …


Auf die freundliche Einladung unserer spanischen Comenius-Partnerschule hin reisten wir am 22. März  zum zweiten Mal nach Zaragoza, um unsere spanischen und französischen Freunde zu treffen.

Schon im Flughafen-Zubringerbus brach das Reisefieber aus. Einige der Teilnehmer freuten sich darauf ihre „alten“ Partner wiederzusehen; andere hatten sich der Comenius-Gruppe erst zu Beginn des Schuljahres angeschlossen und nahmen zum ersten Mal an einer Schülerbegegnung teil. Für manche war es die erste Flugreise ihres Lebens – also Grund genug für Aufregung!

Meine persönlichen  Highlights dieses Treffens:

- Zuallererst die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der LehrerInnen, der SchülerInnen und der spanischen Familien

- die Freude am Gebrauch der Fremdsprachen, wenn wir Lehrer uns unterhielten, aber auch die Beobachtung, dass unsere SchülerInnen ganz prima mit der englischen Sprache zurechtkamen; das begeistert den Englischlehrer!

- das Töpfern in der kleinen Werkstatt eines Lehrers

- die Workshops in der Schule (Theater, Folkmusik und Tanz, englische Konversation mit einer neuseeländischen Lehrerin, Mitarbeit an einer Schulradiosendung, Türen dekorieren)

- der  maurische Palast aus dem 11. Jahrhundert

- das Flussaquarium, das größte seiner Art in Europa mit Stören, Anacondas, Piranhas, Fischottern, Krokodilen usw.

- die Fahrt in das Pyrenäengebirge und das Eislaufen im Wintersportort Jaca

- das leckere Essen (wir probierten alles aus – vom Fisch-Imbiss bis zum Restaurant mit regionalen Spezialitäten)

- … und dann: Bei 21,6 Grad Celsius in der Sonne sitzen, während die Temperaturen in Deutschland um den Gefrierpunkt schwankten … (einen  Schock erlebten wir, als wir am Mittwoch in Luxembourg das Flugzeug verließen!)

Spanische Impressionen

Töpferwerkstatt mit ersten Werken
Ganz up to date
Ganz Konzentriert
Feinarbeit
Innenhof der Schule
Basilica del Pilar
Wasserspiele auf dem Platz vor der Basilika
Schule muss doch Spaß machen!
Deutsch-spanisch-französische Schülergruppe
Der maurische Alaferia-Palast:Museum u. Sitz des Regionalparlaments
Anaconda im Süßwasseraquarium
Siesta in Jaca in den Pyrenäen
Endlich geht's zur Eishalle!
Eishalle in Jaca
Kapitell der romanischen Kathedrale in Jaca
 

Comenius-Projekt 2012: Trinationales Schüler-Lehrer-Treffen

Wie kann es gelingen, dass Europa zusammenwächst –allen Differenzen, Schwierigkeiten und wirtschaftlichen Krisen zum Trotz? Europa ist ein Zukunftsprojekt … und wer wäre besser dazu geeignet, es in die Wirklichkeit umzusetzen, als die Jugend unseres Kontinents? "Comenius",  ein EU- Projekt für lebenslanges Lernen, das Jugendlichen die einmalige Chance bietet, sich mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern zu treffen, mit ihnen für eine Weile zusammenzuleben und an gemeinsamen Vorhaben zu arbeiten, bietet ihnen hierzu eine passende Plattform. 

Seit 1997 beteiligt sich die Gesamtschule Gersheim an diesem europäischen Unternehmen, tut sich mit Partnern aus unterschiedlichen Ländern zusammen und trägt die Idee des gegenseitigen Kennenlernens von Land und Leuten weiter. In der gemeinsamen Beschäftigung mit einem für alle gleichermaßen relevanten Thema entstehen Interesse und gegenseitiger Respekt für die jeweils andere Sicht- und Lebensweise. 

In diesem Jahr steht das Thema "Gesundes Leben" im Vordergrund, und nachdem sich die Gruppen aus Deutschland (also Gersheim), Frankreich (Stiring-Wendel) und Zaragoza (Spanien) in ihren nationalen Gruppen mit dem Thema auseinandergesetzt hatten, trafen nun 45 junge Spanier mit ihren betreuenden Lehrpersonen in den beiden benachbarten Schulen diesseits und jenseits der Grenze ein. Man kannte sich bereits, denn es war der Gegenbesuch nach der Reise der Deutschen und Franzosen nach Spanien im März dieses Jahres. 

Die theoretischen Ergebnisse der Arbeit wurden nun um praktische Anteile ergänzt. So wurde in der Gersheimer Schulküche unter Anleitung eines erfahrenen Profis, dem ausgebildeten Koch und Sozialpädagogen Malte Mehler, ein feines gesundes Menu gekocht und appetitlich serviert. Geselligkeit  beim Essen – das weiß jeder gute Saarländer zu schätzen! 

Auch sportliche Aktivitäten standen auf dem Programm. Kajakfahren auf Saar und Blies war ein unvergessliches Erlebnis für alle drei Gruppen. Eine Spaßolympiade zeigte, dass Sport und körperliche Ertüchtigung durchaus eine fröhliche Angelegenheit  sein kann. Ein Nachmittag im Calypso gehörte ebenfalls zu den vergnüglichen Beschäftigungen, während die Arbeit an der Dokumentation der Arbeit durchaus den Kopf strapazierte, denn die Ergebnisse werden stets in der gemeinsamen Verkehrs- und Kommunikationssprache Englisch festgehalten.  Das Wochenende gehörte den Gastfamilien, bei denen die Jugendlichen untergebracht waren, schließlich sollten die Gäste auch Familienleben im Gastland kennen lernen. Und wenn schon von Europa die Rede ist, gehört eine Fahrt zum Europaparlament in Strasbourg selbstverständlich dazu. 

Die Planungen gehen weiter. Die am Projekt beteiligten Lehrpersonen, allen voran die Koordinatoren aus den drei Schulen, Michaele Joa (DE), Dany Malick (FR) und Sergio Martin (ES), trafen sich um abzusprechen, wie man dieses erfolgreiche Konzept auch in kommenden Jahren zur Freude und zum Wohl der jungen Leute fortsetzen kann. 

Als nach einer Woche der Bus die spanischen Freunde wieder zum Flughafen brachte, fiel die Trennung schwer … und gleich liefen die Drähte von Handys und iPhones heiß, denn als moderner junger Mensch weiß man, wie man Grenzen mühelos überwindet. 

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Das Comenius-Projekt

  • Was ist das für ein Projekt?

Im Jahre 1995 richtete die Europäische Union ein Programm ein, um die Kooperation zwischen Schulen quer durch Europa zu fördern. Es soll dazu dienen, dass europäische Nachbarn sich besser kennen und verstehen lernen.

  • Warum trägt das Projekt diesen Namen?

Namensgeber ist der Pädagoge Johann Amos Comenius, der von 1592 bis 1670 lebte. Er setzte sich für Toleranz und Verständigung zwischen den Völkern ein. Er erarbeitete Methoden des praktischen und anschaulichen Lernens, die bis heute Gültigkeit haben.

  • Ein Satz von Comenius, der perfekt zu unserem Projekt passt:

"Wir sind alle Bürger einer Welt, wir sind alle ein Blut. Einen Menschen hassen, weil er anderswo geboren ist, weil er eine andere Sprache spricht, weil er anders über die Dinge denkt ... welche Gedankenlosigkeit!"

  • Und wie sieht das in der Praxis aus?

Schülergruppen aus mindestens drei verschiedenen Ländern vereinbaren ein Projektthema, an dem sie arbeiten – bei uns diesmal: Gesundes Leben – Healthy lifestyles. Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Verkehrssprache aufgeschrieben – bei uns: Englisch. Die Gruppen besuchen sich gegenseitig, verbringen ein paar Tage miteinander und präsentieren bei dieser Gelegenheit ihre Arbeitsergebnisse – so wie neulich in Zaragoza / Spanien.

Man sieht: Es gibt viel zu lernen und Spaß hat man obendrein.

 

Buenas días, Spanien!

Europa wächst zusammen – so heißt es oft in politischen Reden. Damit dies kein Wunschdenken oder leeres Versprechen bleibt, macht sich die Jugend Europas zusammen mit ihren Lehrern auf den Weg. Und das nehmen wir wörtlich: Seit 1997 beteiligt sich die Gesamtschule Gersheim am Comenius-Projekt. In diesem Zusammenhang sind Gersheimer Schülerinnen und Schüler schon kreuz und quer durch Europa gereist und viele Besucher aus anderen Ländern waren in Gersheim zu Gast.

Im März machte sich die derzeitige Comenius-Gruppe, bestehend aus 23 Jugendlichen aus den Klassen 7, 8 und 9, auf den Weg nach Spanien. Dort besuchten sie unsere Partnerschule in Zaragoza, arbeiteten gemeinsam mit ihren spanischen und französischen Austauschpartnern am Projektthema "Healthy lifestyles - Gesundes Leben" , unterhielten sich emsig auf Englisch und notfalls auch mit Händen und Füßen, lernten eine interessante Stadt und die umwerfende Gastfreundschaft in den spanischen Familien kennen.

Der Abschied fiel schwer, die Tränen flossen reichlich, und zwar auf beiden Seiten, und man begann sofort und auf der Stelle sich auf ein Wiedersehen zu freuen.  Schon im kommenden September werden die spanischen Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch eintreffen. Bis dahin ist in der Comenius-AG noch viel Projektarbeit zu leisten. Aber alle sind mit Spaß und Engagement dabei. Schließlich ist es eine gute Erfahrung zu sehen, dass bei aller regionalen Verschiedenheit viele Dinge des täglichen Lebens gar nicht so unähnlich sind und dass es Anliegen gibt, die Menschen in ganz Europa verbinden.

Also dann: Hasta la vista!