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26.5.2017 : 20:54 : +0200

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Gut für die Umwelt und den Geldbeutel

Neues Projekt zum Klima- und Umweltschutz am Leibniz-Gymnasium

InnoGrün – die nachhaltige Schülergenossenschaft am Leibniz-Gymnasium St. Ingbert eSG - reduziert die Menge an Plastikmüll an ihrer Schule durch den Verkauf von Edelstahltrinkflaschen deutlich.

Alles begann im Dezember 2016 mit einer Umfrage, die ergab, dass nur etwa ein Drittel der Schulgemeinschaft der UNESCO-Projektschule des Leibniz-Gymnasiums wiederverwendbare Trinkflaschen im Schulalltag nutzte. Über 60 % der Schulgemeinschaft griff größtenteils auf Einweg- oder Mehrweg-PET-Flaschen großer Discounter zurück. Der Kunststoff PET (= Polyethylenterephthalat) ist bei Trinkflaschen sehr weit verbreitet. Die Kunststoffindustrie stellt jedes Jahr weltweit etwa 40 Millionen Tonnen davon her. Schon bei der Schulgemeinschaft des Leibniz-Gymnasiums mit rund 800 Personen (Schüler, Lehrer und Mitarbeiter) fallen jedes Jahr mehrere Tausend Plastikflaschen an. Daraus entwickelte sich schnell das Bewusstsein, dass hier etwas getan werden musste. Die Idee des Vertriebes einer wiederverwendbaren Schultrinkflasche durch die Schülergenossenschaft war geboren.

Nach intensiven Recherchen und Einholen zahlreicher Angebote entschied sich InnoGrün für den Verkauf von Trinkflaschen aus rostfreiem, lebensmittelechtem Edelstahl. Man wählte dieses Material, da es stabil, spülmaschinenfest, recycelbar, geschmacks- und geruchsneutral ist. Man muss sich mit der „Leibniz-Flasche“ auch keine Gedanken über die anhaltende Diskussion um chemisch belastete Stoffe im Plastik, z.B. Bisphenol A (BPA), machen. BPA steht im Verdacht, im Körper wie ein Hormon zu wirken.
Im Zusammenspiel mit der „Leibniz-Quelle“ können die Käufer auch in kürzester Zeit den Einkaufspreis der Flasche wieder kompensieren und etwas Gutes für ihren Geldbeutel tun. Denn diese Quelle ist ein kostenloser, durch die örtlichen Stadtwerke geförderter Trinkwasserspender in der Schulmensa, der zur Befüllung der Trinkflasche genutzt werden kann.

Die Umwelt wird jedoch nicht nur durch die Vermeidung von Plastikmüll geschont. Einwegflaschen aus PET landen trotz ihres geringen Gewichts weit abgeschlagen auf dem letzten Platz beim Vergleich der Öko-Bilanzen verschiedener Getränkeverpackungen. Ausschlaggebend dafür ist die schlechte CO2-Bilanz der PET-Einwegflasche. Bei Herstellung und Vertrieb von 1.000 Litern Getränken entstehen 139 Kilogramm CO2. Das Konzept um die Leibniz-Trinkflasche leistet also auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und wird stellvertretend vom Leibniz-Gymnasium in dem internationalen Projekt „Today for Tomorrow“ vorgestellt.

Zusammen mit der individuellen Gestaltbarkeit der Flasche in verschiedenen Farben, mit verschiedenen Verschlüssen und individuellen Gravuren (z.B. mit seinem Namen), überzeugten diese Argumente die Schulgemeinschaft. Bereits in der ersten Bestellrunde konnten rund 200 Edelstahltrinkflaschen verkauft werden. Und es gibt schon zahlreiche Anfragen für die nächste Bestellrunde.

Neben dem Umweltschutz vergisst das Leibniz-Gymnasium als UNESCO-Projektschule aber auch seine sozialen Verpflichtungen nicht: Vom Erlös jeder verkauften Flasche wurde ein Euro an die Partnerschule in Rio Tinto/Simbabwe gespendet. Die Schülergenossenschaft InnoGrün rundete diesen Betrag auf 300 Euro auf. Der zusätzliche Betrag resultierte aus dem Verkauf von Upcycling-Weihnachtsdekorationen am letztjährigen Weihnachtsmarkt in St. Ingbert.

02.05.2017 08:32