Sie sind hier: Informationen > Aktuelles > 
DeutschEnglishFrancais
17.10.2017 : 18:58 : +0200

Informationen

Suchen & Finden

Details des Eintrags

Schüler auf dem Bauernhof

Das „Milchheisje“ erwies sich am Ende als der Renner: Das  kleine Häuschen neben dem Bauernhof der Familie Wack, in dem  Bioprodukte verkauft werden, u.a. die hofeigenen Eier und Milch, Snacks für Wanderer usw. Bei 43 Schülerinnen und Schülern des Leibniz-Gymnasiums St. Ingbert, UNESCO-Projektschule, waren  es aber  vor allem die ausgefallenen Eissorten von Henry’s Eismanufaktur in Saarbrücken, die Begeisterung hervorriefen. So konnten sich die schwitzenden Elftklässler nach einer interessanten, aber bei hochsommerlichen Temperaturen auch anstrengenden Besichtigung des Biohofes Wack ein wenig abkühlen. Das Unterrichtsthema „Landwirtschaft“ sieht nämlich  in der Klassenstufe 11 eine Exkursion zur Erkundung eines ökologisch wirtschaftenden Betriebes vor und „Erlebnisbauer“ Daniel Wack, am familiengeführten Hof für Führungen und Projekte mit Schülern zuständig,  war gerne bereit, der Gruppe die Besonderheiten der Rinderhaltung, des Getreideanbaus und der Hühnerhaltung auf dem Hof zu erläutern. Viele interessante Dinge waren dabei zu erfahren, z.B., dass die Kühe auf dem Biohof Wack  zwar weniger Milch als Tiere aus konventioneller Haltung geben, dass sie  aber artgerecht gehalten werden, d.h. sie haben beispielsweise genügend Platz und einen Großteil des Jahres Auslauf auf Weiden und werden mit hofeigenem Grünfutter gefüttert. Die Hühnerhaltung erfolgt  in mobilen Ställen, die man schon von weither sehen kann. Diese Ställe werden, wenn die Hühner den Boden abgenutzt haben, weitergerückt. So haben die Hühner immer sauberen Boden und sind weniger anfällig für Krankheiten.  Die Schüler durften mit anpacken und die Hühner zunächst mit Körnern füttern. Im Anschluss wurden die Eier aus den Nestern eingesammelt und für den Verkauf in Schachteln gelegt.  Erschrocken waren einige Schüler über die Tatsache, dass die männlichen Küken nach der Geburt getötet werden, da der Verbraucher nicht bereit ist, mehr für ein Hühnerei zu bezahlen, um beide Geschlechter von Rassen, die auch zum Schlachten geeignet wären, halten zu können. Hierzu müsste man 60 Cent pro Ei verlangen und das, so der Erlebnisbauer, würde keiner bezahlen. Man kann aber auf dem Hof ein „Hühner-Abo“ abschließen. Hierbei zahlt man einen fixen monatlichen Betrag und erhält Wertgutscheine für Eier, die man am Milichheisje in Niederwürzbach oder am Hof abholen kann, ein Angebot, das die beiden begleitenden Lehrerinnen gleich in Anspruch nahmen. Und auch die Schülerinnen und Schüler werden ab sofort  sicherlich einen etwas anderen Blick auf die regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnisse haben.

Margitte Roth-Reiplinger

02.08.2017 19:50