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Norbert Bös ist neuer Schulleiter am BBZ Lebach

„Schule stark machen“ als Leitmotiv seiner zukünftigen Arbeit

11.11.18 12:47

BBZ Lebach empfängt chinesische Bildungskommission

Einen Vormittag lang inspizierte eine 14-köpfige Delegation aus der Stadt Tianjin, bestehend aus...

22.10.18 07:20

BBZ Lebach erläuft wieder Spenden für UNICEF

Bereits zum zwölften Mal wurden am Berufsbildungszentrum Lebach die Laufschuhe geschnürt, um...

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Schülervertretung: Offener Brief an das Ministerium für Bildung

Am Freitag den 08.07.2018 durften die Schulsprecher des BBZ Lebach einen Termin, auf Anfrage der Schülervertretung, mit dem Saarländischen Kultusminister Ulrich Commerçon wahrnehmen.

Intention des Treffens war es, die Sicht der Schüler bezüglich des neuen Klassenarbeitenerlass dem Kultusminister zu unterbreiten. Denn wer könnte besser ein Bild der Situation vermitteln, als die, die täglich damit zu kämpfen haben.
Sich einem derartigen Treffen zu stellen war sowohl auf Schüler- als auch auf Ministerseite eine völlig neue Erfahrung, Herr Commerçon betonte mehrmals, sich über das Engagement von Schülerseite zu freuen, und dass dies bisher einmalig gewesen sei. In einem 45-minütigen Gespräch konnten sowohl eigene Erfahrungen als auch die der Mitschüler erläutert werden.

Mit der Übergabe eines offenen Briefes an den Minister wurde auf die Situation in den Berufsschulen bezüglich des neuen Erlasses hingewiesen. Besonders die Problematik, welche im Kaufmännischen Bereich vorzufinden ist, wurde auch von Ministerseite schon erkannt und eine Überarbeitung des LBE versprochen.
Abschließend überreichten die Schulsprecher eine Liste mit mehr als 400 Unterschriften von Schülerinnen und Schülern des BBZ Lebach, die diesen offenen Brief unterstützen. Dies sollte ein Zeichen sein, um eine Nachbesserung des LBE auch unter Mitwirkung der betroffenen Schüler in die Tat umzusetzen.
Es war eine besondere Erfahrung, diesen Termin wahrnehmen zu können und gegen den LBE in der vorliegenden Form zu intervenieren. Ob unser Anliegen nun Anklang gefunden hat bleibt offen, aber ein Schritt zum Dialog mit den Schülerinnen und Schülern der Berufsschulen wurde mit diesem Treffen getätigt.

Mit freundlichen Grüßen
Leo Hertel

 

Offener Brief an den Minister für Bildung und Kultur


Betrifft: Erlass zur Leistungsbewertung in den Schulen des Saarlandes vom 16.Juli 2016 - Konsolidierte Fassung unter Berücksichtigung der Änderungen des Erlasses vom 8. März und vom 21. Juni 2017

Sehr geehrter Herr Bildungsminister Commerçon,

sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Entwurf des Erlasses zur Leistungsbewertung,

mit dem neuen Erlass zur Leistungsbewertung in den Schulen des Saarlandes hat sich die Belastung der Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals nicht bedeutsam gesenkt, sondern ist um ein Vielfaches angestiegen. Auch mit der Überarbeitung des Erlasses nach starken Protesten von verschiedenen Seiten und der Veröffentlichung der veränderten Fassung von Juni 2017 hat sich am Grundprinzip der neuen Leistungsbewertung zu wenig verändert. Zudem wurde in die Vorbereitung des neuen Leistungsbewertungserlasses die Schülervertretung des Landes nicht ausreichend eingebunden und es wurde den besonderen Situationen an Berufsschulen zu wenig Beachtung geschenkt.

Wir stellen fest, dass neben den großen und kleinen Leistungsnachweisen, auf welche man sich vorbereiten muss, die Anspannung gerade in vielen verschiedenen Nebenfächern durch Präsentationsvorbereitungen innerhalb eines Monats zusätzlich angestiegen ist. Hier sehen wir die durchaus berechtigte Frage, ob zahlreiche Präsentationen den Lerninhalt überhaupt ausfüllen.

Wir stellen fest, dass in der dualen Ausbildungsform, wo unter anderem nach der Schule noch betrieblicher Arbeit nachgegangen werden muss, die Belastung durch ständige Leistungsnachweise immens gestiegen und kaum noch zu bewältigen ist. Besonders in Prüfungs- und Abschlussklassen ist dies bemerkbar, da hier im letzten Halbjahr vor den Prüfungen kaum Zeit bleibt sich ausreichend auf diese vorzubereiten.

Wir vermuten, dass im Ministerium keine klare Vorstellung davon herrscht, welche Mehrarbeit wir Schülerinnen und Schüler durch diesen Leistungsbewertungserlass gerade an Berufsschulen zu leisten haben. Unserer Meinung nach besteht kaum noch Zeit, Lerninhalte zu vermitteln und zu vertiefen, wenn nach zwei Stunden der nächste Leistungsnachweis ansteht. In den geforderten mündlichen Prüfungen als GLN oder KLN ist die Durchführbarkeit nicht beachtet worden. Wenn in Zweierteams eine 10-minütige Prüfung stattfindet, die Klasse 22 SchülerInnen hat und bei Berücksichtigung eines Wechsels der SchülerInnen und der Notenfindung + 3 min angesetzt werden, dann hat diese Prüfung einen Mindestzeitaufwand von 13x11= 143 min (3 Schulstunden), bei Einzelprüfungen 286 min (6 Schulstunden!). Das ist Vergeudung von Unterrichtsstunden, die Lernstoffe vermitteln sollen.

Von unserer Seite stellt sich die Frage, ob diese Fülle der Leistungsnachweise, vor allem in ein- bis zweistündigen Fächern, sinnvoll ist und worin hierbei die Verbesserung und Transparenz liegen soll!

Wir fordern daher eine ernsthafte Überarbeitung des Leistungsbewertungserlasses für berufliche Schulen, der eine deutliche Verbesserung in den obengenannten Bereichen zeigt.

Wir und unsere Schülervertretung des BBZ Lebach würden uns freuen, wenn unser Anliegen in einem persönlichen Gespräch vorgetragen werden könnte.

Lebach, den 19.03.2018

 

 

14.08.2018 07:29 Alter: 99 Tage