Vernetzte Spielzeuge & Co. – Wie digitale Spione die Privatsphäre von Kindern, Eltern und Lehrern bedrohen

Referent: Stefan Hessel (Helmholtz Center for Information Security, CISPA)

Schwerpunkt: Medienbildung und informatische Bildung / Informatik

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulstufen und Schulformen

Die Digitalisierung lässt Alltagsgegenstände smart werden. Das betrifft nicht nur das Smart Home, sondern auch das darin befindliche Spielzeug von jüngeren und älteren Bewohnern und Gästen. Die Puppe „My Friend Cayla“ war ein solches smartes Spielzeug, das – via Bluetooth mit einem Smartphone verbunden, auf dem eine spezielle App ausgeführt wurde – Interaktion zwischen Spielzeug und Spielern fördern sollte.
 
Stefan Hessel ist in seinem Rechtsgutachten aus dem Jahr 2017 (bei JurPC veröffentlicht) zu dem Ergebnis gelangt, dass Cayla – was unter Freunden unüblich sein sollte – die Spieler ausspioniert hat. Als verbotene Sendeanlage hat die Bundesnetzagentur auf sein Gutachten hin den weiteren Verkauf des smarten Spielzeugs untersagt und Besitzer zur Rückgabe oder Zerstörung der Puppe aufgefordert, da bereits der bloße Besitz solcher Spione in Deutschland strafbar ist.
 
Seit 2017 haben neue Spielzeuge und Smartphone-Apps den Weg in Kinderzimmer und von dort auch in die Klassenzimmer gefunden. Scheinbar harmlose Alltagsgegenstände können auch heute mehr Informationen über das Geschehen in ihrem Umfeld preisgeben, als den Anwesenden bewusst und lieb ist. Der Workshop informiert über aktuelle Phänomene und rechtliche Aspekte nicht nur von Smart-Toys.

Eine Anmeldung beim Landesinstitut für Pädagogik und Medien ist unter der Nummer LPM VA-Nr. A5.151-0390 möglich.






Kontakt

Landesinstitut für Pädagogik und Medien

Beethovenstr. 26
66125 Saarbrücken

Mail: digitalpakt(at)lpm.uni-sb.de



Sylvia Kreutzer-Egelhaaf, LPM, Fachbereich D - (06897) 7908-282

Karin Burkhardt, LPM, Fachbereich A - (06897) 7908-184