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Einleitung

Auf diese Seite geben wir Ihnen einen Überblick über die Inhalte der Förderrichtlinie. Maßgeblich für die Antragstellung ist der Text der Förderrichtlinie sowie dazugehörige Anlagen veröffentlicht im Amtsblatt am 24.10.2019 (s. Kasten Downloads rechts) . 

Ziele der Förderung

Das Land gewährt im Rahmen der durch den DigitalPakt Schule zur Verfügung stehenden Mittel nach Maßgabe dieser Richtlinie sowie gemäß § 23 und § 44 Landeshaushaltsordnung (LHO) und den hierzu ergangenen Verwaltungsvorschriften (VV-LHO) den Schulträgern Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen in saarländischen Schulen zur Umsetzung lernförderlicher und digitaler technischer Infrastrukturen sowie von Lehr-Lern-Infrastrukturen. Ein Anspruch des Antragsstellers/der Antragstellerin auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht, vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde auf Grund ihres pflichtgemäßen Ermessens.

Es handelt sich beim DigitalPakt Schule um einen gemeinsamer und abgestimmter Innovationsimpuls von Bundesregierung, Ländern und Kommunen, indem Finanzhilfen für gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen im Bereich der digitalen kommunalen Infrastruktur auf Grundlage von Art. 104c GG gewährt werden.

Die Förderung richtet sich an Länder, Landkreise und Gemeinden (Gemeindeverbände) sowie an private Träger genehmigter Ersatzschulen, um sie bei ihren Investitionen in die Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen zu unterstützen. Dies entspricht dem gesamtstaatlichen Interesse, zukunftstaugliche digitale Bildungsinfrastrukturen zu schaffen.

Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist der Schulträger der jeweiligen Schule.

Zuwendungen können gewährt werden an

  1. den Regionalverband Saarbrücken, die Landkreise sowie an die Städte und Gemeinden,
  2. freie Träger von privaten Ersatzschulen im Sinne des Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulgesetz - PrivSchG) vom 30. Januar 1962 in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Mai 1985 (Amtsbl. S. 610), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 16. November 2011 (Amtsbl. I S. 422), in der jeweils geltenden Fassung.

Die für die landeseigenen Schulen vorgesehenen Zuweisungen an das Land als Träger bleiben einer gesonderten Regelung vorbehalten.

Was wird gefördert

Gefördert werden Maßnahmen in Schulgebäuden und auf Schulgeländen in nachfolgenden Bereichen:

  1. Aufbau, Erweiterung und Verbesserung der digitalen Vernetzung,
  2. Schulserver, die zur Einbindung von Geräten in pädagogische Netzwerke der Schule dienen sollen,
  3. schulisches WLAN bis zu 1300 MBit/s in Unterrichtsräumen und Lehrerzimmern mit Einbindung ins pädagogische Netzwerksystem;
  4. Anzeige-, digitale Abspiel- und Wiedergabegeräte sowie Interaktionsgeräte und zugehörige Steuerungsgeräte;
  5. digitale Arbeitsgeräte, insbesondere für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung oder die berufsbezogene Ausbildung, Arbeitsplatzrechner und assistive Technologien;
  6. schulgebundene mobile Endgeräte, d. h. Laptops, Notebooks und Tablets, einschließlich den Betrieb der Gerätschaften sicherstellenden Zubehörs, wenn die Maßnahme mit medienbezogenen Schul- und Unterrichtsentwicklungsvorhaben am jeweiligen Schulstandort in Verbindung steht.

Investive Begleitmaßnahmen werden dann gefördert, wenn ein unmittelbarer und zwingend notwendiger Zusammenhang mit oben genannten Investitionsmaßnahmen besteht. Dazu zählen insbesondere auch der Erwerb von Lizenzen für zum Betrieb, zur Nutzung und zur Wartung der Geräte und Netze erforderliche Software - ausgenommen Lernapplikationen und Bildungscontent. Projektvorbereitende und -begleitende Beratungsleistungen externer Dienstleister sind ebenfalls förderfähig, wenn sie einer möglichst wirtschaftlichen Projektumsetzung dienen.

Voraussetzungen für die Förderung

Voraussetzungen für eine Förderung sind:

  1. die Entwicklung eines schulspezifischen Medienkonzepts. Dieses umfasst:

    • Bestandsaufnahme bestehender und benötigter Ausstattung mit Bezug zum beantragten Fördergegenstand sowie Bestandsaufnahme der aktuellen Internetanbindung
    • technisch-pädagogisches Einsatzkonzept mit Berücksichtigung medienpädagogischer, didaktischer und technischer Aspekte
    • Fortbildungsplanung unter Berücksichtigung der Bedarfe der Lehrkräfte am jeweiligen Schulstandort

  2. Verbindliche Erklärung des Schulträgers über die Sicherstellung von Betrieb, Wartung und IT-Support
  3. Sofern die Infrastruktur gemäß der oben genannten Maßnahmen 1 - 4 an einer Schule zum Zeitpunkt der Beantragung mobiler Endgeräte noch nicht vorhanden ist, erfolgt die Bewilligung mit der Maßgabe, dass die Auszahlung erst bei Vorliegen des Nachweises der Herstellung der Infrastruktur-Voraussetzungen erfolgt. Die Förderung wird für alle allgemeinbildenden Schulen nur gewährt, wenn die Gesamtkosten für mobile Endgeräte nach Maßgabe der Maßnahmen 1 - 5 am Ende der Laufzeit des DigitalPakts Schule entweder 20 vom Hundert des Gesamtinvestitionsvolumens für alle allgemeinbildenden Schulen pro Schulträger oder 25.000 Euro je einzelner allgemeinbildender Schule oder beides nicht überschreiten.
  4. Bauliche Maßnahmen sind förderfähig, wenn sie für die Realisierung oben genannter Maßnahmen notwendig sind.
  5. Nicht gefördert werden:

    1. Lernplattformen, Cloudangebote, Portale und pädagogische Kommunikations- und Arbeitsplattformen;
    2. für Verwaltungsaufgaben genutzte Geräte und Netze;
    3. laufende Kosten der Verwaltung (Personal- und Sachkosten);
    4. Smartphones;
    5. Kosten für Betrieb, Wartung und IT-Support der geförderten IT-Infrastrukturen;
    6. Beleuchtungs- und Beschattungsmaßnahmen;
    7. Kosten für Softwarelizenzen, soweit nicht von Nr. 2. b) dd) umfasst, und Kosten für Updates bereits installierter Software.



Kontakt

Ministerium für Bildung und Kultur
Referat B8 - Medienbildung und Digitalisierung von Schulen

Trierer Str. 33
66111 Saarbrücken

Mail: digitalpakt(at)bildung.saarland.de



Ansprechpartner

Rüdiger Fries, MBK, B8
(0681) 501-7361 

Verena Heckmann, MBK, B8
(0681) 501-7916