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Die Schule am Warndtwald Überherrn besucht die Universität des Saarlandes

Unter dem Motto „Uni-Luft schnuppern“ besuchte die Klasse 10.2  der ‚Schule am Warndtwald‘ in Überherrn die Universität des Saarlandes. Der Tag begann mit einer Rallye, bei der mit Hilfe einer Handy-App der Campus selbstständig erkundet wurde und in deren Rahmen verschiedene Aufgaben gelöst werden mussten. Anschließend erfolgte eine vom Institut für Sprachen und Mehrsprachigkeit (ISM) durchgeführte Übung im Lehr-Lern-Atelier. Dabei wurden den Schülern von den Mitarbeitern des Instituts, Fabienne Korb und Philipp Schwender, Strategien vermittelt, mit denen sie fremdsprachige Texte übersetzen konnten. Beispielsweise galt es auf Internationalismen (Wörter die in verschiedenen Sprachen gleich klingen), auf geographische Angaben und auf bekannte Vokabeln, die im germanischen oder romanischen Sprachenraum ähnlich sind, zu achten. So waren die Überherrner Schüler in der Lage einen spanischen und einen rumänischen Text ins Deutsche zu übersetzen. Es wurde deutlich, dass sich auch bei den klassischen Fremdsprachenfächern Französisch und Englisch der Blick über den Tellerrand lohnt. Mit verschiedenen Übungen, die an iPads des ISM durchgeführt wurden, konnten diese Übersetzungsstrategien vertieft werden.

 

Mittags erfolgte eine Stärkung in der Mensa, die sich in einem denkmalgeschützten und künstlerisch sehr interessanten Gebäude befindet und täglich mehrere tausend Studenten versorgt. Anschließend war es einigen Schülern möglich den mit 840 Plätzen größten Hörsaal der Saar-Uni zu sehen, in dem vor allem Vorlesungen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften stattfinden.

 

Am Nachmittag besuchte die Klasse das Schülerlabor NanoBioLab, indem sie von dem auch aus Studenten bestehenden Team von Dr. Sabine Fey und Johann Seibert begrüßt wurden. Das umfangreich ausgestattete Labor und das vorgeschriebene Tragen von Schutzkleidung und –brillen brachte die Schüler in eine völlig neue Welt. Anhand verschiedener Aufgaben sollte eine Analyse von Alkanen erfolgen. Schnell wurde klar, dass wissenschaftliche Chemie mehr als nur lautes Knallen und viel Dampf ist, sondern es galt -ganz im Gegenteil-  möglichst sorgfältig und genau bei den Versuchen zu arbeiten. Um das Molare Volumen von Kohlenstoffdioxid zu bestimmen, wurden auch mathematische und physikalische Kenntnisse benötigt. Doch zum Ende bekamen die Überherrner doch noch eine große Show von Herrn Seibert geboten, der mit weiß dampfenden flüssigem Stickstoff eindrucksvoll verschiedene Experimente zeigte.

 

Die ‚Schule am Warndtwald‘ hat eine eigene Oberstufe, an der die Schüler das Abitur erreichen können.  Damit lässt sich als Alternative zum Gymnasium auch nach neun Jahren die Tür zum Hochschulstudium öffnen. Für viele der Zehntklässler -insbesondere nach dem motivierenden Besuch der Universität des Saarlandes-  ein erstrebenswertes Ziel ihrer schulischen Laufbahn.

 

 

Dominik Schmoll,  Fachlehrer ‚Mathematik‘ 10.2

18.11.2019 08:30 Alter: 17 Tage