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An die Spitze gekämpft

Von Lenggries nach Latsch: Marpinger Gemeinschaftsschüler überqueren die Alpen

Thomas Alt, stellvertretender Schulleiter und Sportlehrer in Marpingen initiierte und organi-sierte bereits zum dritten Mal mit seinen Seminarfachschülern das Schulprojekt Transalp.

Der sportlichen Herausforderung, allein durch eigene Körperkraft mit dem Mountainbike das höchste Gebirge Europas zu überqueren, stellten sich in diesem Jahr 27 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12. Zusammen mit einem Team von fünf Betreuern wagten sie sich an eine Tour, die über tausende Höhenmeter und rund 300 Kilometer von Bayern über Öster-reich nach Italien führte.

Dabei mussten die Jugendlichen lernen für sich selbst und andere Verantwortung zu über-nehmen und ihren organisatorischen Pflichten nachzugehen. So hatten sie schon im Vorfeld der Tour die unterschiedlichsten Aufgaben zu erledigen. Sponsoren wurden angeschrieben, die Etappenplanung wurden im Detail ausgearbeitet und die Fortschritte des Projektes wurden ständig auf der selbsterstellten Webseite dokumentiert, um Unterstützer auf dem Laufenden zu halten, denn vor allem mussten die Schüler die Finanzierung ihres Projektes im Blick be-halten.

Dann endlich, als die Planung stand, konnte die Tour starten. Sie führte das Team am ersten Tag von Lenggries im Allgäu nach Innsbruck und von dort am zweiten Tag über den 1500 Meter hohen Brennerpass nach Sterzing. Jeder der gut trainierten Mountainbiker schaffte auch am dritten Tag die wohl schwierigste Etappe, den Jaufenpass mit 2100 Höhenmetern und ei-ner Steigung von knackigen 32%, was nicht nur das Selbstwertgefühl der jungen Teilnehmer enorm steigerte, sondern zugleich auch für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Diese Strapaze wurde sogleich mit einer rasanten Abfahrt durch die atemberaubende Alpen-landschaft in das wunderschöne Meran in Südtirol belohnt.

Zur Erleichterung der Schüler war am Tag darauf nicht strampeln, sondern Auszeit angesagt. So konnten sich alle Teilnehmer entweder zu einer angebotenen freiwilligen Radtour motivie-ren oder am Pool bei warmem Wetter die Sonne genießen, bevor die vierte, und damit letzte Etappe von Meran nach Latsch folgte, wo der Zielpunkt der Alpenüberquerung lag.

Die Mountainbiker wurden rund um die Uhr von ihren Begleitern in angemieteten Kleinbus-sen für Notfälle oder anderen Dringlichkeiten jeglicher Art betreut. So konnten sie sich in den eingelegten Pausen mühelos umziehen und aufwärmen oder eine Mitfahrgelegenheit bekom-men, falls eine Strecke den ein oder anderen doch überfordert hätte.

Aber dieser Service musste von keinem in Anspruch genommen werden. Dies hatten die Ju-gendlichen nicht nur ihrem Durchhaltewillen, sondern auch dem festen Zusammenhalt und motivierenden Teamgeist zu verdanken.

„Wenn es Probleme gab und jemand Hilfe gebraucht hat, waren alle hilfsbereit und haben einen stets tatkräftig unterstützt, wofür ich auf ewig dankbar bin“, äußerte eine Teilnehmerin. Und es scheint, als wäre die Marpinger Transalp nicht nur der dritte Erfolg in dieser Serie gewesen, sondern auch ein Ereignis, das das Leben der jungen Teilnehmer nachhaltig geprägt hat.