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Schiedsrichternachwuchs ausgebildet

Saarländischer Fußballverband bildet Schiedsrichter an Gemeinschaftsschule Marpingen aus

Gute Ideen sind gefragt, wenn es darum geht, Nachwuchs zu rekrutieren. Vor diese ständige Aufgabe sehen sich quer durch die Vereinslandschaft viele Organisationen gestellt. Sei es die freiwillige Feuerwehr, der Musik- oder der Sportverein, das Thema Nachwuchs wird in Zeiten zunehmender Individualisierung und bester Freizeitunterhaltung durch Internet und Smartphone immer dringlicher.

Eine gute Idee hatte Thomas Alt, stellvertretender Schulleiter der Gemeinschaftsschule Marpingen und Organisator einer Vielzahl von Sportprojekten, die geeignet sind das Profil der Schule nachhaltig zu schärfen. Sein Gedanke war so einfach wie konsequent. Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, dann muss eben der Prophet zum Berg gehen. Mit diesem Gedanken rannte der Sportlehrer bei Carsten Mieger, Kreisschiedsrichter-Lehrwart Nordsaar, und Thomas Knoll, Verbandsschiedsrichter-Lehrwart, offene Türen ein. Beide waren von der Idee, einen Schiedsrichterlehrgang zum ersten Mal an einer Schule durchzuführen, sofort begeistert und erklärten sich spontan bereit einen solchen Kurs für Marpinger Schüler vor Ort anzubieten.

Dem Aufruf zur Fortbildung folgten achtzehn Schüler aus den Jahrgängen sieben bis zwölf. An vier Vormittagen setzten sie sich mit dem umfangreichen Regelwerk der beliebtesten Sportart Deutschlands auseinander. Hoch motiviert und interessiert folgten sie dem Unterricht der beiden Coaches des Saarländischen Fußballverbandes, die die Jungen vor allem auch mit ihren Erfahrungen aus der Praxis und ihren vielfältigen Erlebnissen auf Saarlands Fußballfeldern faszinierten.

Gemäß dem sozialen Leitbild der Schule wuchsen die jungen Schiedsrichteranwärter quer über ihre Altersstufen hinweg zu einer starken Gemeinschaft zusammen. Sie unterstützten sich gegenseitig und konnten so ausnahmslos erfolgreich die theoretische Prüfung ablegen.

Ab sofort dürfen die Neuschiedsrichter des Saarländischen Fußballverbandes nun ihre eigenen Praxiserfahrungen im Schlichten von Streitigkeiten vor, während und nach einem Spiel machen.

Auch in seiner Eigenschaft als DFB-Stützpunkttrainer freut sich der Initiator des Kurses, Thomas Alt, darüber „dass die Jugendlichen sich für ein solches Ehrenamt begeistern“ und wünscht „allen Neuschiedsrichtern in der Praxis ein gutes Händchen im Umgang mit allen Beteiligten und wohlwollende Unterstützung durch die Fußballgemeinschaft.“

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Veranstaltung von Zeit zu Zeit wiederholt wird. Vielleicht lassen sich ja dann auch einmal ein paar Mädchen zur Teilnahme motivieren.