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Marpinger Schüler treten am internationalen Mathewettbewerb „Mathématiques sans Frontières“ an – und schlagen sich hervorragend

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Volle Stelle dank Landrat

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Gina Wagner gewinnt diesjährigen Vorlesewettbewerb an der Gemeinschaftsschule Marpingen

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Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Marpingen setzen sich im Landtag für ein Bleiberecht der Großmutter ihrer Mitschülerin ein

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Handballerinnen aus dem Kreis St. Wendel erfolgreich beim Schulsportturnier in Luxemburg

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Gemeinschaftsschule Marpingen tritt beim internationalen Mathematikwettbewerb an

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Schülerschaft der Gemeinschaftsschule Marpingen überreicht Spende an jezidischen Verein „Jindar“

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Drei Gemeinschaftsschulen erhalten erstmals den Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft.

 

Die Vereinigung der Saarländischen...

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Das Deutsch-Amerikanische-Institut zu Gast an der GemS Marpingen

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Herbstferien mal anders - mit der Schule ab nach Barcelona

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Prix des lycéens allemands

Eine große Auszeichnung

Gesamtschule Marpingen vertritt das Saarland bei der Wahl des „prix des lycéens allemands“

 

In Frankreich gilt er als DER Literaturpreis, der alljährlich von der eigens eingerichteten Preis-Académie verliehen wird, der „prix Goncourt“. An diesem großen Preis zur Förderung der französischen Literatur orientiert ist der „prix des lycéens“, der Preis der Gymnasiasten für den besten Jugendroman des Jahres. In Deutschland organisiert das Institut Français die Kür des besten Jugendromans aus Sicht deutscher Oberstufenschüler. Im laufenden Schuljahr nahmen Französischlernende aus 344 deutschen Schulen hieran teil. Dieser „prix des lycéens allemands“ soll zum einen die französischen Literatur in Deutschland bekannt machen, zum anderen aber auch der Förderung der französischen Sprache in Deutschland dienen. Jedes Bundesland bestimmt in einem Wettbewerbsverfahren die jeweiligen Vertreter für die Jury, die dann zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der anderen Bundesländer den deutschen Literaturpreis für französischsprachige Jugendromane vergibt. 

Als große Auszeichnung sah man es in der Gesamtschule Marpingen, dass die 16 Schülerinnen und Schüler des Erweiterungskurses Französisch/Stufe 12 in diesem Jahr das Saarland bei der Wahl des „prix des lycéens“ vertreten durften. Unter der Leitung der Französischlehrerinnen Annette Frisch und Kristina Barnewold wurden die vier zur Auswahl stehenden Jugendromane im Unterricht erarbeitet, interpretiert und beurteilt. „Keine leichte Arbeit“, erklärt die achtzehnjährige Vanessa Pesch. Denn es muss der Roman erst einmal in der Fremdsprache erschlossen werden. „Es sind ja vier verschiedene Romane gewesen, die wir einschätzen mussten. Mein Favorit war Après la vague von Orianne Charpentier“, betont Zoé Vignal. Zur Wahl standen darüber hinaus Une arme dans la tête von Claire Mazard, Au moins un von Irène Cohen-Janca und Ce cahier est pour toi von Valérie Dayre. 

Für die jungen Marpinger Schüler war klar: „Aprés la vague“ von Orianne Charpentier war ihr Favorit, nicht zuletzt aus dem Grund, da die 16 auf der Buchvorstellung im Institut Français in Saarbrücken die junge Autorin aus Frankreich persönlich kennenlernen und ihr auch spezielle Fragen zum Werk stellen konnten. Zur Kür des Bundessiegers wählte das Institut Français in diesem Jahr die Leipziger Buchmesse aus, wo Franziska Brachmann aus der Klasse 12a der Gesamtschule Marpingen sowie ihre Französischlehrerin Kristina Barnewold das Saarland vertraten. Zusammen mit ihren Mitschülern aus den anderen Bundesländern stellte Franziska hier in französischer Sprache den saarländischen Favoriten in Form eines Rollenspieles vor und gab stellvertretend für ihre Mitschüler und das Saarland das Votum für „Aprés la vague“ ab. Als Siegerin und damit Preisträgerin für die deutschen Französischschüler ging in Leipzig allerdings dann Claire Mazard mit ihrem sozialkritischen Roman Une arme dans la tête hervor. „Das war, entgegen der Mehrheitsmeinung meiner Mitschüler, auch mein persönlicher Favorit“, erklärt Franziska. „Apollinaire ist ein elfjähriger Kindersoldat, der nach Europa flieht und sich nun in Frankreich mit seinen traumatisierenden Erfahrungen und sozialer Ablehnung konfrontiert sieht.“ In Anwesenheit des französischen Botschafters Philippe Etienne wurde der Preis an die junge französische Autorin vergeben, wobei auch die Vertreter der Gemeinschaftsschule Marpingen die Möglichkeit hatten, beim anschließenden Abendessen und im Rahmen der Lesungen Fragen zu stellen und sich mit den anwesenden Autorinnen auszutauschen. 

„Wir sehen diese Teilnahme auch als Bestätigung unserer Bemühungen, gerade im Saarland die französische Sprache zu fördern.“ Schulleiterin Petra Brenner-Wolff ist zurecht stolz auf Ihre Zwölfer. „Denn sie haben die große sprachliche Herausforderung gemeistert, dabei zusätzliche Kompetenzen im Lesen und Verstehen erworben und sich auch erstmals öffentlich in der französischen Sprache geäußert.“ Jeder, der eine Fremdsprache gelernt hat, wird wissen, dass gerade letzteres der Schlüssel zur Anwendung einer Sprache ist. So haben die Marpinger Französischschüler das Saarland in Leipzig würdig und kompetent vertreten und sind selbst einen großen Schritt hin zur flüssigen Beherrschung der französischen Sprache vorangekommen.

 

Durchbeißen und weitermachen

Motivationstrainer Frank Wilde begeistert an der GeS/GemS Marpingen 500 Schülerinnen und Schüler

„Es ist dein Leben. So wie du zum Leben stehst, steht es auch zu dir.“ Knackige provokante Sprüche sind sein Markenzeichen. Gelegentlich in einer für Lehrerohren herausfordernden Sprache. Aber es klappt: Stets gelingt es ihm, seine oft jugendlichen Zuhörer in den Bann zu ziehen, ihnen etwas mit auf dem Weg zu geben: „Setzt euch hohe Ziele!“, ist so einer. „Das Leben ist nicht dein Feind. Es sind auch nicht die Lehrer.“, ist ein anderer. Frank Wilde blieb den rund 500 Zuhörern in der Aula der Gemeinschaftsschule Marpingen die Erklärung nicht schuldig. „Was bringt es dir, dich immer nur mit dem Wenigen zufrieden zu geben. Du strengst dich viel mehr an, wenn du hohe Ziele hast. Und du erreichst auch mehr.“ Wenn auch nicht immer zu 100% das gesteckte Ziel, möchte man ergänzen. Aber das ist von Wilde nicht zu hören. Er will nicht einschränken, er will kitzeln, provozieren, motivieren. Und das gelingt ihm auch. Frank Wilde ist einer der bekanntesten Motivationstrainer Deutschlands. Am vergangenen Freitag fand er auf Initiative von Vera Heintz, Lehrerin an der Gemeinschaftsschule, auch den Weg nach Marpingen, wo er vor den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9 bis 13 eineinhalb Stunden Bühnenprogramm der Extraklasse darbot. Im Zentrum standen hierbei die jungen Menschen, die Wilde anspornte, ihr Leben nicht aus Bequemlichkeiten mit Schutzbehauptungen zu vertrödeln, sondern engagiert an die Herausforderungen zu gehen. „Lerne dich selbst kennen. Spüre nach, wo etwas in deinem Leben fehlt. Und dann setze dein ganzes Wollen ein, diesen Mangel zu beheben!“ Wilde verwies darauf, dass es für den Erfolg eines Vorhabens entscheidend sei, mit welcher mentalen Einstellung ich herangehe.   

„Wenn du nicht weißt, warum du es machst, dann wird es nix.“ Wenn es auch zuweilen wie eine Aneinanderreihung von Selbstverständlichkeiten klang, war es doch der große persönliche Einsatz des Motivationstrainers, der seine Präsentation so mitreißend machte. Erzählungen aus seinem privaten Erfahrungsschatz, von jungen Außenseitern, aber auch von Vortragsreihen auf Kreuzfahrten und in Ferienressorts brachten Leben in seine Darlegungen. Man folgte gebannt seinen Gedankengängen. Eine anschauliche, zuweilen plakative Bildpräsentation begleitete seine Ratschläge. Gelegentlich auch ein Exkurs in die Literatur. Anhand des „Alchimisten“ von Paulo Coelho verdeutlichte er, dass Schwierigkeiten bei der Erreichung seines Zieles die eigentlichen Bewährungsproben darstellen. „Glaubt bloß nicht, dass ihr die einzigen seid, die zwischendurch ‘mal ‘nen Durchhänger haben!“, betont er. „Aber der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ist, dass die Erfolgreichen sich durchbeißen, weitermachen, noch mehr Kraft reingeben.“ Für Wilde sei der Erfolg mit einer solchen Haltung garantiert. Auch hier möchte man einwenden, dass das doch zu simpel gedacht sei. Aber dennoch stimmt man zu, wenn er fortfährt: „Setzt dir nicht schon von vorneherein Grenzen.“ Die positive Einstellung zur Sache sei es, die den Ansporn zu großem Engagement liefere. „Geh mit dem Bewusstsein an die Sache heran, dass es immer Zeiten der Resignation gibt. Dann kannst du diese auch besser meistern.“ Mit bewundernswerter Leichtigkeit spricht Wilde die 15- bis 20-jährigen an und fordert sie zum Selbstdenken heraus. Welche Einstellung habe ich zur Schule? Welche Ziele habe ich in der Schule? Ist mir überhaupt klar, dass der Abschluss das eigentliche Ziel meiner Schulzeit darstellt? „Sind eure Antworten zu schwach, sucht euch etwas, das euch begeistert.“ Hier geht Wilde auch auf Ergebnisse der Hirnforschung ein. „Seid ihr begeistert von eurem Tun, dann belohnt sich der Körper selbst mit Dopamin. Und ihr steigert dann automatisch eure Anstrengungen.“ Was Wilde natürlich nicht leisten kann, ist, jeden einzelnen individuell anzusprechen. Ein Vortrag, sei er noch so engagiert und mitreißend, kann nur die Initialzündung für selbstständige Veränderungen darstellen. „Du musst wissen, warum du etwas tust.“ Sich hinzustellen und zu sagen: So, ich motivier mich jetzt einmal, das funktioniere natürlich nicht. Dass dieses Tun dann aber auch Anstrengungen, Arbeit, Krafteinsatz bedeutet, das zu betonen hätte man sich gewünscht. Doch Wildes Ansatz, dass die innere Einstellung grundlegend ist, streift diesen Aspekt lediglich. „Wer den ganzen Tag von Problemen redet, der hat sie auch.“ Sicher, eine positive Einstellung ist der Schlüssel zum Erfolg. Auch gibt man ihm Recht, wenn er darauf verweist, dass in Deutschland, einem der wohlhabendsten Länder der Welt, das Problembewusstsein überaus stark ausgebildet sei und dies häufig einem kreativen, erfolgreichen Leben im Wege stehe. Sicher, Internet, Facebook und Co sind oft Hemmschuhe, das eigene Leben aktiv und selbstbestimmt anzugehen. („Gib Fazebock keine Macht über dich.“) Doch ohne eine vertiefende, differenzierende Diskussion im nachfolgenden Unterricht könnte es sein, dass der Wilde-Effekt rasch verpufft. Seine kostenlos angebotenen Bücher und Audio-CD’s waren jedenfalls in kürzester Zeit vergriffen. Wildes Botschaft bleibt hoffentlich länger haften: „Gehst du konzentriert, engagiert, diszipliniert an die Schule heran, wird der Erfolg nicht auf sich warten lassen.“ 

 

Faust grandios inszeniert

Theater- und Filmprojet an der Gesamtschule Marpingen

 Saarbrücker Zeitung vom 26.02.2016

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/marpingen/marpingen/Marpingen-Gemeinschaftsschulen-Lehrplaene-Videos;art446801,6078491

„Das also war des Pudels Kern?“, „Ich bin der Geist, der stets verneint.“, „Es irrt der Mensch, solang er strebt.“ Jedem, der in Saarland die Abiturprüfung durchlaufen hat, sind diese Sätze aus Johann Wolfgang Goethes Tragödie „Faust“ geläufig, steht doch dieses Meisterwerk der Literatur verbindlich auf dem Lehrplan in den zum Abitur führenden Klassenstufen. In der Gesamtschule Marpingen beschritt man nun neue Wege, diesen Klassiker für Schülerinnen und Schüler verständlich und handlungsorientiert zu vermitteln. Der neue Lehrplan für die Abiturklassen im Fach Deutsch macht es möglich: Eine von vier Kursarbeiten im Schuljahr kann seit neuestem durch eine mündliche Arbeit ersetzt werden, was zu großem Engagement anspornt. Elf Schülerinnen der Klasse 12b waren dazu erstmals bereit und wählten mehrere Szenen aus der berühmten Tragödie des Deutschen Dichters, die sie szenisch umsetzten und anschließend in ihrer Gestaltungsabsicht präsentierten, um sich dann kritischen Rückfragen zu Maske, Intonation, Dramaturgie und musikalischer Untermalung zu stellen.

Zur Auswahl stand eine szenische Umsetzung oder eine Verfilmung. Letztere wurde von zwei Gruppen gewählt. Hanna Roßfeld, Sofie Hoffmann und Joline Bauer gelang es mit der filmischen Umsetzung u.a. der Szene „Martens Garten“, die Erotik im Spiel der Figuren, musikalisch und tänzerisch durch einen Tango begleitet, in mitreißender Weise darzustellen. Celine Metzger, Lisa Gard und Janina Lerner überraschten mit einer modernisierten Gestaltung der ersten Gretchenszenen, die sich dabei aber im Text genauestens am Original orientierte. Gleich an drei Orten wurde gedreht, Musik eingespielt und das Material professionell zu einem Gesamtwerk zusammengeschnitten. Das Ergebnis ist umwerfend: ein Gretchen, das auf Madonnas „Like a Virgin“ tanzt. Ein Faust, der gierig nach dem Mädchen trachtet. Und ein weiblicher Mephisto, der Faust, aber auch die Zuschauer in den Bann zieht. Eine dritte Gruppe wählte die Szene „Hexenküche“, die sie als Theaterstück inszenierte: Hierbei wurde beim Bühnenbild selbst auf kleineste Details geachtet. So brodelten z.B. im Hexenkessel Knochen eines menschlichen Gerippes. Fausts Blick in den Spiegel, in dem er Helena erblickt, wurde begleitet von Helene Fischers „Atemlos“. Jana Klein und Zoé Vignal (die Tiere), Vanessa Pesch als Hexe, Sally König als Faust und in der Paraderolle Johanna Petermann als Mephisto spielten grandios und absolut textsicher. Alle Kostüme und Masken waren hervorragend gewählt, die Bewegungen auf der Bühne sorgsam und bewusst einstudiert, Gestik, Mimik und Stimmlage zielgerichtet eingesetzt. Die „Hexenküche“ wurde nach der schulinternen Präsentation erneut am Tag der offenen Tür vor einem größeren Publikum in der Aula der Gesamtschule aufgeführt. Der minutenlange Applaus der Schüler, Eltern und interessierten Zuschauer bestätigte die hohe Qualität der Aufführung. Alle drei Gruppen waren in der Erarbeitungszeit auf sich alleine gestellt und wählten alle Details der Umsetzung eigenständig aus. Das Ergebnis zeigt, dass auch heute noch junge Menschen für literarische Klassiker, für Verssprache und Theater zu begeistern sind. Nach Klärung der Gema-Rechte werden die drei Arbeiten auf der Schulhomepage der Gesamtschule Marpingen zu sehen und hören sein.

Lara Leist und Severin Rech von der Gemeinschaftsschule Marpingen gewinnen Rhetorikwettbewerb der Region „Saar-Nord“ am Illtalymnasium

Saarbrücker Zeitung vom 26.02.2016

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/illingen/illingen/Illingen-Lebach-Gemeinschaftsschulen-Jugend-Schueler-Sekundarstufe-I;art446947,6079679

Beim diesjährigen Regionalausscheid des Rhetorikwettbewerbes „Jugend debattiert“ im Illtal-Gymnasium in Illingen am 25. Februar 2016 konnten Lara Leist und Severin Rech, beide Klassenstufe 12, sich in der Finalrunde gegen ihre Mitdebattanten des Geschwister-Scholl Gymnasiums in Lebach und des Illtal-Gymnasiums in Illingen durchsetzen. Es gelang ihnen nach der Qualifikation in zwei Vorrunden, das Thema: „Soll in Städten und Gemeinden die nächtliche Beleuchtung abgeschaltet werden?“, sachlich wie rhetorisch überzeugend zu erörtern. Beide werden als Vertreter der Gemeinschaftsschule Marpingen und Sieger der Region Nord-Saar am 12. April im Funkhaus Halberg gegen die besten Redner des Saarlandes zum Redewettstreit antreten. Es winkt die Teilnahme am Bundesfinale am 18. Juli in Berlin unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Schlagkräftige Debatten 

Saarbrücker Zeitung vom 10.02.2016

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/marpingen/marpingen/Marpingen-Gemeinschaftsschulen-Jugend-Schueler-Sekundarstufe-I;art446801,6064748

„Ein weises Wort ist jenes, das die Menschen lehrt, die Reden anzuhören auch des andern Teils.“ Dem griechischen Philosophen Euripides wird dieses Bonmot zugeschrieben. In Marpingen wurde es in diesem Schuljahr bereits zum 12. Mal beherzigt.  Die Gemeinschaftsschule Marpingen nimmt mit ihren Schülerinnen und Schülern ab Klasse 9 seit dem Jahre 2004 am bundesweiten Rhetorikwettbewerb „Jugend debattiert“ teil. Im Zentrum dieses sprachlichen Wettstreites steht neben der klaren Strukturierung der freien Rede insbesondere die Fähigkeit, auch gegenteilige Positionen einnehmen und überzeugend darstellen zu können. Ziel ist es, aktuelle gesellschaftliche und politische Themen konträr, aber klärend zu debattieren.

Beim diesjährigen Schulentscheid traten am Fastnachtsfreitag die jeweils vier Besten der Klassenwettbewerbe an. In der Sekundarstufe 1, die Teilnehmer bis zur Klasse 10 umfasst, waren dies Dennis Beicht, Lorena Keller, Manuel Graf und Elisa Perius. Engagiert, rhetorische versiert und vor allem herausragend informiert starteten die vier in den Redewettstreit zum Thema: „Soll in Saarland die verpflichtende Ganztagsschule eingeführt werden?“ Über die gesamte Debattenlänge von 24 Minuten wurden die vier genauestens von der mehrköpfigen Jury, bestehend aus ausgebildeten Lehrern und Schülern der Marpinger Schule, beobachtet. Die Wettbewerbsregeln, in ganz Deutschland gleich, sehen vor, dass am Anfang jeweils eine frei zu haltende Eröffnungsrede eines jeden Debattanten steht. Danach folgt eine 12-minütige freie Aussprache, die nach eingeübten Kommunikationsregeln umfassend die Problematik erläutert. Als Abrundung dient dann eine Schlussrunde, die einen kritischen Rückblick auf Verlauf und Ziel der Debatte verlangt. Nach einer kurzen Besprechung verkündete die Jury ihr Ergebnis: Entsprechend der Bewertungskriterien Ausdruck, Gesprächsfähigkeit, Sachkenntnis und Überzeugungskraft errang Manuel Graf Platz zwei. Elisa Perius konnte die meisten Punkte auf sich vereinigen und ging als Siegerin aus dem Wettbewerb der Sek 1 hervor. Ihre Freude mussten die beiden aber noch etwas zurückhalten, startete anschließend doch gleich die Runde der „Großen“ mit der Debatte der Sekundarstufe 2, besetzt aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 11 und 12. Steven Dörr, Ann-Kathrin Metzinger, Lara Leist und Severin Rech sind bereits alte Hasen im Debattiergeschäft und somit war es kein Wunder, dass es den vieren gelang, das Publikum beim Thema: „Sollen berufliche Auswahlverfahren anonymisiert durchgeführt werden?“, mitzureißen. Es ging engagiert zur Sache, Argumente wurden gekonnt, flüssig und überzeugend ausgetauscht, anschauliche Beispiele geliefert, die Zuschauer mal auf die eine, mal auf die andere Seite der Auseinandersetzung gezogen. Gestik und Mimik, Variation der Stimmlage, der Einbau rhetorischer Mittel: All das führte neben der hohen Sachkenntnis dazu, dass die rund 150 Zuhörer im Banne der Debatte waren. Der Jury fiel eine schwere Aufgabe zu, nun die beiden Sieger der Sek 2 zu küren. Für die Qualität der Debatte sprach, dass die Jury nach langer Beratungszeit gleich zwei Vize-Sieger bekanntgab: Severin Rech und Ann-Kathrin Metzinger. Eindeutig dagegen war die Vergabe der rhetorischen Goldmedaille für Lara Leist. Ausschlaggebend, so die Rückmeldung der Jury, war deren Fähigkeit, auch die gegenteilige Position einzubeziehen und schlagkräftig zu entkräften. Euripides hätte seine helle Freude gehabt.

Die zwei Erst- und drei Zeitplatzierten werden nun die Gemeinschaftsschule Marpingen auf regionaler Ebene im Illtal-Gymnasium in Illingen vertreten.  Können sie sich dort durchsetzen, steht der Weg offen für den Saarlandentscheid im Funkhaus des Saarländischen Rundfunks. Und, wer weiß, vielleicht schafft es auch ein Marpinger Schüler nach Berlin, wo dann unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauk der Bundessieger gekürt werden wird.

Zum Spielen und Toben: Gemeinschaftsschule Marpingen weiht große Kletterspinne ein

Saarbrücker Zeitung vom 09.12.2015

Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Schülerinnen und Schüler in den Pausen wieder auf der Kletterspinne herumtoben können. Warum ist uns das so wichtig?“ Mit diesem Worten leitete Schulleiterin Petra-Berner-Wolff die Einweihung der neuen Kletterspinne auf dem Schulhof der Gemeinschaftsschule Marpingen ein. Hierzu waren zu Beginn des großen Schulfestes am 28. November Vertreter und Vertreterinnen aller Sponsoren und Beteiligten in die Aula der Gemeinschaftsschule gekommen.

„Wir fordern im Schulalltag von unseren Schülerinnen und Schülern konzentriertes Lernen, häufig verbunden mit Stillsitzen. Aber wer fleißig lernt, der muss auch im Verlaufe des Vormittages die Möglichkeit haben, sich anschließend auszutoben. Denn Kinder haben einen großen Bewegungsdrang“, fährt die Schulleiterin fort. Dass die Kletterspinne sehr gut angenommen wird, kann man nun in jeder Pause und auch nach dem Unterricht beobachten. Stets turnen, klettern und schaukeln zahlreiche Kinder in dem rund 5 m hohen Kletterbaum, der die Feinmotorik, den Gleichgewichtssinn wie auch die Muskelkraft fördert und schult. In den großen Pausen ist die Kletterspinne meist bis auf den letzten Platz besetzt.

Die alte, noch von der Gemeinde Marpingen finanzierte Kletterspinne war in die Jahre gekommen und man musste gar feststellen, dass auch die Fundamente erneuerungsbedürftig waren. So wurde diese vor einigen Jahren, zum Leidwesen der 5. bis 7.Klässler, stillgelegt und abmontiert. Das Teamwork verschiedener Sponsoren ermöglichte nun die Wiederauflage des Kletterspaßes. Die gemeinsame finanzielle und logistische Unterstützung durch den Landkreis, das Bauamt, den Schulförderverein der Gemeinschaftsschule und den Marpinger Ortsrat ermöglichte im Sommer den Bau der neuen Kletterspinne, für die auch der Rotary-Club St. Wendel als Sponsor gefunden werden konnte. Nun verfügt der Außenbereich der Marpinger Schule wieder über ein stabiles, sicheres und herausforderndes Spiel-  und Sportgerät, das den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich in den Pausen und nach der Schule auszutoben. Das sei auch bitter nötig, biete doch unsere Gesellschaft heute immer weniger Bewegungsmöglichkeiten im Alltag, so Brenner-Wolff in ihrer Einweihungsrede.

Ihr riesiges Netz hat die neue Kletterspinne am Rande des großen Schulhofes in Marpingen gesponnen. So ergänzt sie im Rahmen der Schulhofneugestaltung das Konzept des lebendigen Schulhofs, das neben Spielgeräten auch Chillout-Bereiche mit Bänken und Rückzugsmöglichkeiten umfasst. Ziel ist es, dass auch im Außenbereich der Schule Lebens-, Spiel- und Ruheräume geschaffen werden, die diesen Ort lebens- und liebenswerter machen.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/marpingen/marpingen/Marpingen-Finanzierungen-Gemeinschaftsschulen-Schueler-Sponsoren;art446801,5997541

Eine Zukunft für Straßenkinder

Gemeinschaftsschule Marpingen überreicht 1500,- Euro an Partnerschule in Brasilien

Saarbrücker Zeitung vom 18.01.2016

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/marpingen/marpingen/Marpingen-Drogenkriminalitaet-Formen-staatlicher-Unterstuetzung-und-Foerderung-Gemeinschaftsschulen-Haeusliche-Gewalt-Kinder-und-Jugendliche-Mitmenschen-Personen-und-Persoenlichkeiten-Europa-Schulrektoren-Spenden;art446801,6039041

„Kinder, die zu uns kommen, haben bisher gelernt zu überleben. Bei uns lernen sie, wie man lebt.“ Im Jahre 1994 gründete Dagmar Garroux im brasilianischen São Paolo ein Haus für Straßenkinder und gab ihm den Namen „Haus des kleinen Joseph“, „Casa do Zezinho“, der brasilianischen Bezeichnung für Findelkinder. Ihr Ziel war es, den Straßenkindern in dieser Millionenmetropole eine menschenwürdige Zukunft zu ermöglichen. Aufgrund der geringen staatlichen Unterstützung war sie von Anfang an auf Spenden angewiesen, um ihr Projekt finanzieren zu können. Sechs Jahre nach der Gründung kam der junge Marpinger André Hinsberger während eines Brasilienaufenthaltes in Kontakt mit dem Casa do Zezinho, war fasziniert von der Idee und blieb sogleich in São Paulo, um die Arbeit des Kinderhauses aktiv zu unterstützen. Als Sohn des ehemaligen Schulleiters der Gesamtschule Marpingen, Edmund Hinsberger, initiierte er sogleich eine Partnerschaft mit der Marpinger Schule, die nun seit 13 Jahren den Ausbau des Kinderhauses begleitet.

Bei jedem Besuch in der alten Heimat schaut André immer in seiner Partnerschule vorbei. So auch zu Beginn dieses Jahres. Martina Pape und Vera Heintz, Lehrerinnen an der Gemeinschaftsschule Marpingen und Leiterinnen des Projektes zum Casa do Zezinho, luden Andé sowie die sich im Projekt engagierenden Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5, 6 und 8 zu einer kleinen Feier in die Aula der Gemeinschaftsschule ein. Hierbei berichtete André von den für Europäer unvorstellbaren Lebens- und Lernbedingungen in den Favelas von São Paolo: unhygienische Verhältnisse, Krankheiten, Drogenkriminalität, häusliche Gewalt, fehlende Lebensperspektiven, da unzureichende bis keine schulische Ausbildung. Die jungen Leite erfuhren so von einem Mann vor Ort, weshalb sie sich im Projekt für ihre Partnerschule in Brasilien regelmäßig im Pausenverkauf engagieren:  Mit den Spenden werde die medizinische Versorgung mitfinanziert, werden u.a. Eltern-Kinder-Projekte unterstützt. Gerade diese Projekte erweisen sich, so André Hinsberger, als sehr erfolgreich, können so auch die Erwachsenen in das Kinderhaus mit eingebunden werden. Es entstehe ein Ort, an den häusliche Gewalt durch gemeinsames Arbeiten und Weiterbilden ersetzt werde. So schaffe man eine nachhaltige Verbesserung der Lebenseinstellung und ein Engagement für die eigene Favela, um sie zu einen lebenswerten Ort weiterzuentwickeln.

Dies sei nur eines von zahlreichen Beispielen, wie sich das Kinderhaus mit den Marpinger Spenden allmählich zu einem Stadtteilzentrum weiterentwickelt, das in Brasilien bereits mit Preisen für vorbildliches soziales Engagement ausgezeichnet worden sei. Und herzlichst dankte André den anwesenden Schülerinnen und Schülern. Sie haben auch im vergangenen Jahr Zeit investiert und regelmäßig in den Pausen Kuchen und fair gehandelte Waren in der Aula angeboten. So erwirtschafteten sie ganz uneigennützig im Laufe eines Jahres rund 1000,- Euro. Diese stolze Summe stockte die Marpinger Schülervertretung noch um 500,- Euro aus dem letztjährigen schulischen Spendenlauf auf, sodass André Hinsberger mit einer Spende von 1500,- Euro der Marpinger Freunde zurück nach Brasilien reisen kann, um dort seine Arbeit für die Straßenkinder von Sao Paulo fortzuführen.

 

01.01.1970

Vorhang auf, wir feiern unsere Schule! Erfolgreiches Schulfest der Gemeinschaftsschule Marpingen

Vip's Magazin St. Wendel und St. Wendler Journal, Ausgaben Januar 2016

http://www.vips-saarland.de/index.php/vip-ausgaben/vip-s-st-wendel

http://www.verlag-journal.de/flash/1601/WNDJ/index.html

 

Also lautet der Beschluss,

Dass der Mensch was feiern muss.

Nicht allein das Abc

Bringt den Menschen in die Höh';

Nicht allein in Schreiben, Lesen

Übt sich ein vernünftig‘ Wesen;

Nicht allein in Rechnungssachen

Soll der Mensch sich Mühe machen,

Sondern auch das Fröhlichsein,

will gelernt bei Groß und Klein.

(frei nach Wilhelm Busch)

 

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Die Gemeinschaftsschule Marpingen machte es umgekehrt. Nicht, wie üblich, im Sommer, sondern zu Beginn der Weihnachtszeit feierte die ganze Schule sich selbst: die rund 1100 Schülerinnen und Schüler, die mehr als 80 Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern, Geschwister, Omas und Opas, die ungezählten Freunde und Bekannten. Wilhelm Busch hätte seine helle Freude daran gehabt, dass am Samstag vor dem ersten Advent Hunderte zu ihrer Schule kamen und gemeinsam ein wunderbares, abwechslungsreiches, fröhliches Fest feierten.

 

Die 39 Klassen organisierten ein abwechslungsreiches Angebot in ihren weihnachtlich dekorierten Klassen, auf dem Fluren, in der Aula und auch auf dem Schulhof: französische Leckereien, amerikanische Hot-Dogs und Burger, spanische Churros, selbst gebackene Waffeln und Plätzchen, heiße Maronen und vieles mehr standen auf dem kulinarischen Speiseplan. Daneben fanden sich von den jungen Leuten selbst hergestellte Artikel: Schmuck, Kerzenhalter aus Birkenholz, Taschen mit dem neuen Schullogo aus fair gehandelten Stoffen. Wer darüber hinaus noch Hunger und Durste verspürte, konnte sich am umfangreichen Verpflegungsangebot laben, das die Elternvertretung auf die Beine gestellt hatte: Suppen, Pommes, Würstchen, Kaffee und Kuchen und natürlich Getränke aller Art.

 

Eröffnet wurde das Fest um Punkt 11.00 Uhr von Schulleiterin Petra Brenner-Wolff, die auf die Bedeutung des Feierns in einer Gemeinschaft verwies: "Gemeinschaftsschule heißt, dass wir gemeinsam lernen, aber auch gemeinsam Freude haben." Gemeinschaft sei eine positive und für die Entwicklung der jungen Menschen notwendige Erfahrung. In der Schule sei das nicht anders als in der Familie, im Verein oder in der Gemeinde: „Wenn wir lernen, uns gemeinsam zu freuen, zeigen wir uns von unserer ausgelassenen, menschlichen Seite und lernen damit uns selbst und andere schätzen.“ Daher gehöre das Schulfest seit der Gründung als Gesamtschule vor nunmehr 26 Jahren zum festen Bestandteil der Gemeinschaftsschule Marpingen.

 

Neben den Angeboten der einzelnen Klassen war die große Tombola einer der Renner: Hunderte von Gewinnen, von Unternehmen aus den Kreisen St. Wendel und Neunkirchen zur Verfügung gestellt, warteten auf ihre neuen Besitzer und sorgten für vorweihnachtliche Stimmung. Die Oberstufe organisierte darüber hinaus einen Secondhand-Basar für gebrauchte Wintersportartikel und -bekleidung. Ein Teil dieser Artikel wurde bereits während des Festes von einem großzügigen Spender aufgekauft und kommt nun der Flüchtlingshilfe in Marpingen zugute.

 

Absolutes Highlight der ganztägigen Veranstaltung war das Bühnenprogramm, in Eigenverantwortung von der Schülermitverwaltung der Marpinger Schule auf die Beine gestellt: Unter der Leitung von Florian Weimann, seines Zeichens Schülersprecher in Marpingen und gleichzeitig Landesschülersprecher für das Saarland, wurden kleine und große Stars in der Marpinger Aula präsentiert. Auf besonders großes Echo stießen hierbei Elena Morsch, die mit ihrer wunderbaren Stimme, auf der Gitarre begleitet von Conrad Federkeil, die großen und kleinen Zuhörer in ihren Bann zog. Wahre Begeisterungsstürme rief Alessio Greco hervor, der mit seiner erfolgreichen Teilnahme bei „Super-Talent“ des TV-Senders RTL auch bundesweit von sich reden macht. Die ganze Vielfalt der Gemeinschaftsschule Marpingen wurde deutlich, als Marpingens „Next Top-Talent“ gesucht und schließlich auch gekürt wurde: Aaron Feller aus der Stufe 11, der mit seiner „Beat-Box“ die Jury aus Lehren und Schülern überzeugen konnte. Unter den zahlreichen Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus allen Klassenstufen, von den 5ern bis zu den vier Abiturklassen der Stufe 13, fanden sich weitere erstaunliche Talente: Tänzerinnen und Tänzer waren ebenso vertreten wie junge Akrobatinnen, Sänger und Bands, die in mitreißender Weise Popsongs interpretierten, sodass die ganze Aula tobte.

 

Der Erlös dieses rundum erfolgreichen Tages kommt zum Großteil dem örtlichen Schulförderverein zugute. Seit Gründung der Marpinger Schule hat es sich dieser Verein zum Ziel gesetzt, sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern unbürokratisch finanziell unter die Arme zu greifen. So können Klassen- und Studienfahrten stets von allen durchgeführt werden, ohne dass aus sozialen bzw. finanziellen Gründen Schüler zu Hause bleiben müssen. Auch Sonderausstattungen, Spielgeräte, Schulbücher für schulinterne Ausleihen und die Ausstattung der Schülerbücherei sind bereits mehrmals gefördert worden.

 

"Wir sind eine Lernort, der allen eine Chance geben will, wir fördern und fordern zugleich und wissen auch, dass zum Leben auch die Gemeinschaft und das gemeinsame Feiern und sich Freuen gehören." Florian Weimann steht, wie alle anderen aus der Marpinger SV, hinter dem Konzept seiner Schule. Natürlich darf das Lernen nicht aus dem Fokus genommen werden, das wissen sie alle, die rund 1030 Schülerinnen und Schüler. Doch wer auch Freude in seiner Schule erlebt, wer ausgelassen feiern kann, wer seine individuellen Talente geschätzt sieht, geht gerne in die Schule, ist offener, lernt besser und damit erfolgreicher. Davon sind alle überzeugt, Und daher wird es in guter Tradition auch weiterhin vor Weihnachten in Marpingen heißen: "Vorhang auf, wir feiern gemeinsam uns selbst."

Zuhörer begeistern

Zora Bost gewinnt Vorlesewettbewerb an der Gemeinschaftsschule Marpingen

Saarbrücker Zeitung vom 29.12.2015

 

Auch in Zeiten von Smartphone, Instagram und Co stehen Bücher in Regalen, schmökern junge Leute in Romanen, stößt der Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels auf eine große Resonanz. Jedes Jahr vor Weihnachten finden die Ausscheidewettbewerbe in den Schulen statt. Fehlerfreies, flüssiges und vor allem lebendiges Vorlesen stehen dabei im Mittelpunkt. Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe sechs. Ziel dieser seit Jahrzehnten vom Börsenverein des deutschen Buchhandels durchgeführten bundesweiten Aktion ist es, die Begeisterung der jungen Generation für das Lesen zu wecken.

Beim Schulwettbewerb in Marpingen am vergangenen Dienstag waren in diesem Jahr neben den Klassikern der Jugendliteratur auch neue Werke gefragt. Gleich mehrmals wurde in der ersten Runde „Gregs Tagebuch“ gewählt. Auch Carola Wimers „Ostwind“ und die Vorstadtkrokodile Max von Grüns waren mit von der Partie. Aus allen fünf Klassen der Stufe sechs hatten sich in den Klassenwettbewerben jeweils zwei Schülerinnen und Schüler für die Schulendrunde qualifiziert. Vor einer Jury aus den Deutschlehrerinnen, den Oberstufenschülern Florian Schmidt und Sophie Hoffmann sowie der Vorjahressiegerin Jolina Klersy galt es nun, den Schulsieger und damit die Vertretung der Gemeinschaftsschule beim Kreiswettbewerb in St. Wendel zu küren.

Die Aufregung war greifbar. Die zehn jungen Leute konzentrierten sich, gingen in Gedanken nochmals ihren Text durch. Angelina Eckert musste als erste ran, gefolgt von ihrer Mitschülerin Angelina Schäfer. Auf Annika Diehl und Clara Backes folgten Laney Oswald und Lorenz Bohr, Marlon Peters und Sina-Marie Becker. Als letzte im Vorlesemarathon traten dann Teresa Gilla und Zora Bost an den Start. Mit Begeisterung und Können waren alle bei der Sache. Vielen gelang es, mit dem ausgewählten und geübten Text die Zuhörer in den Bann zu ziehen. Spannung, Verzweiflung, Liebeschaos... die zehn jungen Vorleser zauberten mit ihrer Vorlesekunst die unterschiedlichsten Stimmungen in die Schülerbücherei der Gemeinschaftsschule. Richtig ernst wurde es dann in der zweiten Runde. „Es ist immer interessant, zu sehen, wie sich die jungen Leser entwickeln, wenn sie mit einem ungeübten Text konfrontiert werden“, so Ute Karl, die Organisatorin des Marpinger Vorlesewettbewerbs. „Besonders schwierig ist es hierbei, die korrekte Betonung zu finden, ist der Text doch völlig neu und muss beim Lesen in seiner Aussage auch sofort erkannt werden.“

Nach zwei Stunden stand die Siegerin fest: Zora Bost. Gerne würde sie ihr Lieblingsbuch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ auch mit zum Kreisentscheid nach St. Wendel nehmen. Doch dort muss ein anderer Roman gewählt werden. Aber Zora hat da keine Probleme. Sie ist eine begeisterte Leserin. Und in ihrem Regal finden sich noch ganz viele weitere Bücher, eigentlich sind alle ihre Lieblingsbücher. Aber für eines wird sie sich als Vertreterin der Gemeinschaftsschule Marpingen im Februar entscheiden müssen.

 

Zum Spielen und Toben: Gemeinschaftsschule Marpingen weiht neue Kletterspinne ein

Saarbrücker Zeitung vom 09. Dezember 2015

„Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Schülerinnen und Schüler in den Pausen wieder auf der Kletterspinne herumtoben können. Warum ist uns das so wichtig?“ Mit diesem Worten leitete Schulleiterin Petra-Berner-Wolff die Einweihung der neuen Kletterspinne auf dem Schulhof der Gemeinschaftsschule Marpingen ein. Hierzu waren zu Beginn des großen Schulfestes am 28. November Vertreter und Vertreterinnen aller Sponsoren und Beteiligten in die Aula der Gemeinschaftsschule gekommen.

„Wir fordern im Schulalltag von unseren Schülerinnen und Schülern konzentriertes Lernen, häufig verbunden mit Stillsitzen. Aber wer fleißig lernt, der muss auch im Verlaufe des Vormittages die Möglichkeit haben, sich anschließend auszutoben. Denn Kinder haben einen großen Bewegungsdrang“, fährt die Schulleiterin fort. Dass die Kletterspinne sehr gut angenommen wird, kann man nun in jeder Pause und auch nach dem Unterricht beobachten. Stets turnen, klettern und schaukeln zahlreiche Kinder in dem rund 5 m hohen Kletterbaum, der die Feinmotorik, den Gleichgewichtssinn wie auch die Muskelkraft fördert und schult. In den großen Pausen ist die Kletterspinne meist bis auf den letzten Platz besetzt.

Die alte, noch von der Gemeinde Marpingen finanzierte Kletterspinne war in die Jahre gekommen und man musste gar feststellen, dass auch die Fundamente erneuerungsbedürftig waren. So wurde diese vor einigen Jahren, zum Leidwesen der 5. bis 7.Klässler, stillgelegt und abmontiert. Das Teamwork verschiedener Sponsoren ermöglichte nun die Wiederauflage des Kletterspaßes. Die gemeinsame finanzielle und logistische Unterstützung durch den Landkreis, das Bauamt, den Schulförderverein der Gemeinschaftsschule und den Marpinger Ortsrat ermöglichte im Sommer den Bau der neuen Kletterspinne, für die auch der Rotary-Club St. Wendel als Sponsor gefunden werden konnte. Nun verfügt der Außenbereich der Marpinger Schule wieder über ein stabiles, sicheres und herausforderndes Spiel-  und Sportgerät, das den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich in den Pausen und nach der Schule auszutoben. Das sei auch bitter nötig, biete doch unsere Gesellschaft heute immer weniger Bewegungsmöglichkeiten im Alltag, so Brenner-Wolff in ihrer Einweihungsrede.

Ihr riesiges Netz hat die neue Kletterspinne am Rande des großen Schulhofes in Marpingen gesponnen. So ergänzt sie im Rahmen der Schulhofneugestaltung das Konzept des lebendigen Schulhofs, das neben Spielgeräten auch Chillout-Bereiche mit Bänken und Rückzugsmöglichkeiten umfasst. Ziel ist es, dass auch im Außenbereich der Schule Lebens-, Spiel- und Ruheräume geschaffen werden, die diesen Ort lebens- und liebenswerter machen.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/marpingen/marpingen/Marpingen-Finanzierungen-Gemeinschaftsschulen-Schueler-Sponsoren;art446801,5997541

01.01.1970

Berufsinfos vor Ort

Berufsinfotag in Marpingen

Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches Informationsangebot bereitstellen, das ist die Intention des Berufsinfotages, der seit sechs Jahren regelmäßig von der Gemeinschaftsschule Marpingen organisiert wird. Jedes Jahr vor den Herbstferien haben alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 und 12 die Gelegenheit, sich vor Ort in ihrer Schule durch Experten verschiedenster Institutionen und Firmen individuell beraten zu lassen. In diesem Jahr kamen Vertreter von 15 Institutionen und Firmen nach Marpingen. Neben der Polizei, der Automobilzuliefererindustrie, Sozialverbänden und der Versicherungsbranche waren auch gezielt Studienberater unterschiedlicher weiterführender Schulen, Fachhochschulen und Universitäten eingeladen worden, um ein möglichst breites Spektrum an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten abzudecken. Natürlich könne eine solche Veranstaltung nicht die persönliche Beratung ersetzen, doch biete sie vielen einen Überblick und eine erste Kontaktaufnahme, so Thomas Alt, stellvertretender Schulleiter in Marpingen und Organisator des Infotages. Auch die jungen Leute im Alter von 15 bis 20 Jahren schätzen das Informationsangebot. Sie konnten in der Woche zuvor aus den 15 Veranstaltungen jeweils vier auswählen, die im Laufe des Vormittags durchgeführt wurden. Auch wenn der ein oder die andere sich in einem Berufsfeld wiederfand, das nicht den eigenen Interessen entsprach, so bot dies doch die Gelegenheit, sich mit Mitschülern über Berufswünsche und Erwartungen auszutauschen und sich selbst  klares hinsichtlich der eignen beruflichen Zukunft zu werden. Zahlreiche der Referenten und Referentinnen kamen bereits zum wiederholten Male zum Infotag und stehen dieser Form der schulinternen Berufsberatung sehr positiv gegenüber. Innerhalb der Schule gibt es keine Berührungsängste, im vertrauten Umfeld können die jungen Leute viel leichter angesprochen werden. Experten standen auch nach ihrer Berufspräsentation für Rückfragen der Jugendlichen zur Verfügung. So ergab sich auch die Möglichkeit, gezielt auf persönliche Belange einzugehen und konkrete Anliegen aufzugreifen. Eine Ergänzung findet der Berufsinfotag in Laufe des Schuljahres durch persönliche Beratungstermine der Arbeitsagentur, die ebenfalls in der Schule durchgeführt werden.

Robotik an der GemS Marpingen

Die per Lego Mindstorms programmierbare Roboterdame zieht in Marpingen ein

Die Gesamt- und Gemeinschaftsschule Marpingen genießt einerseits seit Jahren einen guten Ruf als Schule, die niemanden zurücklässt, als eine Schule, die sich um besondere Förderbedarfe kümmert und eine enge und gute Zusammenarbeit mit den Förderlehrerinnen und –lehrern pflegt.

Andererseits bemüht sie sich aber auch um Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen, die durchaus stärker gefordert werden können. Diese zweite, nicht minderwichtige Schiene wird seit einiger Zeit ausgebaut. 

So gibt es seit Jahren die etablierte Theater-AG, die immer wieder mit gelungenen Vorstellungen glänzt. Seit kürzerer Zeit findet sich aber auch im sportlichen Bereich eine enge Zusammenarbeit mit dem Landessportverband und dem DFB, um sportliche Talente zu fordern und zu Höchstleistungen zu verhelfen. Ein dritter Bereich „Roberta“ wird nun folgen, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt. Die „saarländische Heimat“ bildet das Roberta RegioZentrum Saarland an der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Studienbereich Informatik.

Roberta ist eine äußerst flexible „Roboterdame“, die mit verschiedenen Programmiersprachen zu den unterschiedlichsten Aufgaben befähigt werden kann. Die Erstellung dieser Programme bzw. die Konstruktion geeigneter Roboter wird nun Aufgabe der Schülerinnen und Schüler der GeS/GemS Marpingen sein.

Für den Unterricht an Schulen gibt es hierfür Lego-Kästen. Die Besonderheit besteht in verschiedenen Sensoren (Druck, Schall, Helligkeit, Farbe, Ultraschall u.v.m.) und Motoren, sowie einem programmierbaren Stein, der die Signale der Sensoren verarbeitet und die Motoren steuert. Mit diesem Paket können die Schülerinnen und Schüler ab dem nächsten Schuljahr an der GeS/GemS Marpingen experimentieren. Je nach Klassenstufe lassen sich passende, motivierende Aufgaben an die Lerngruppe stellen, sodass die Aufgaben sowohl von der Mittelstufe gelöst werden können, als auch von der Oberstufe noch eine Herausforderung bieten.

Diese Kästen kosten – wie sollte es anders sein – Geld. Damit dieses Projekt an unserer Schule ermöglicht werden konnte, bedankt sich die GeS/GemS Marpingen ganz herzlich bei allen Geldgebern und Spendern, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre. Allen voran geht der Dank an den Schulträger und unseren Förderverein, die den Grundstock für das Projekt gelegt haben. Auf die passable Anzahl von 16 Kisten, wobei jede Kiste für Dreier-/Vierergruppen ausgestattet ist können wir als Schule nur zurückgreifen, weil sich ebenso die Volksbank Marpingen, die KSK St. Wendel sowie die Betriebe BKT Heinzungsbau und GVS Gips, Verputz, Stuck und Sven Honig Metallbau beteiligt haben. Die Gesamt- und Gemeinschaftsschule Marpingen bedankt sich bei allen Spendern auch im Namen der Schülerinnen und Schüler, die sich ab nächstem Schuljahr mit Robotern und deren Programmierung beschäftigen dürfen.

01.01.1970

Mit Mathematik der Kunst formen geben

Innovatives Kunstprojekt an der Gemeinschaftsschule Marpingen

 

Mathematik trifft Kunst – so der Titel eines innovativen Projekts an der Gemeinschaftsschule Marpingen. Was sich auf den ersten Blick ausschließen mag, eröffnet auf den zweiten ganz neue Perspektiven. „Bereits in der Antike, in Mitteleuropa spätestens seit der Gotik, wird die Mathematik bewusst eingesetzt, um ästhetische Meisterwerke zu schaffen“, so Susanne Müller-Huwig, Mathematiklehrerin an der Gemeinschaftsschule Marpingen.

Die Mathematik sei eine wunderbare Lehrerin für die Kunst, die Gedanken zu ordnen, Unsinn zu beseitigen und Klarheit zu schaffen, lehrte der bekannte französische Künstler und Wissenschaftler Jean Henri Fabre. Ganz in diesem Sinne entstehen seit zwei Jahren in einem auserlesenen Schülerkreis geometrische großformatige Kunstwerke, die mit Form- und Farbkontrasten spielen und eine erstaunliche Wirkung erzielen. Während eines Südfrankreich-Urlaubs, erzählt Susanne Müller-Huwig, besuchte sie auch das Vasarely-Museum in Aix-en-Provence und war beeindruckt von der Verbindung von Kunst und Geometrie. Vor zwei Jahren sei ihr die Idee gekommen, auch in ihrer Schule nach mathematischen Regeln „Kunst für alle“, wie es Vasarely bezeichnete, herzustellen und im öffentlichen Raum für alle zugänglich zu machen. Ziel war die Verschönerung der Schule, aber auch einen anderen Zugang zum oft ungeliebten Fach Mathematik zu eröffnen.

Erstmals bearbeiteten im Schuljahr 2013/14 rund zehn Schülerinnen und Schüler unter ihrer Anleitung Leinwände nach dem Vorbild des französischen Künstlers. In diesem Schuljahr wurden dann die Motive erweitert und die jungen Leute suchten nach individuellen Motiven und Farbkompositionen. Für Sabrina Schlick (9c) ist vor allem das Spiel mit harmonischen Farbwirkungen interessant. Ihr Mitschüler Markus Schirra (10a) mag es dagegen kontrastreicher. „Für mich ist der Farbkontrast wichtig. Allerdings braucht man für dessen Wirkung auch klare geometrische Formen.“ So bilden Quadrate, Recht- und Dreiecke sowie Kreise das Grundgerüst aller geschaffenen Kunstwerke. In aktuellen Schuljahr unterstützen in ihrer Freizeit neben Markus und Sabrina auch Julie Dupre (10d), Nikolaus Morsch (9c), Chiara Hoffmann (8d) und Lea Fickinger (9c) das Projekt und entwerfen, zeichnen und gestalten Kunstwerke, die in Fluren, Klassenzimmern und in der Aula der Gemeinschaftsschule präsentiert werden. So ist Kunst – ganz im Sinne Vasarelys – für alle zugänglich, erfüllt dekorative Zwecke, regt aber auch zum Betrachten und Reflektieren an. „Die Mathematik spielt allerdings nicht nur in der Geometrie eine Rolle“, ergänzt Frau Müller-Huwig. Die sogenannte Fibonacci-Folge z.B., eine mathematische Folgenreihe von Zahlensummen, bilde in der Natur das Grundgerüst für ästhetische Strukturen. Dies könne auch bewusst in der Kunst als Gestaltungsprinzip von Bildern aufgegriffen werden. Einige Bilder der Mathematiklehrerin wie auch ihrer Schüler befassen sich mit dieser Thematik der Zahlenfolgen und finden sich auch im Gebäude der Marpinger Schule wieder. In Planung ist, dass künftig Wände innerhalb der Schule direkt bemalt werden. Die Wirkung ausgedehnter Wandgemälde sei noch beeindruckender und unmittelbarer. Und ausgeschlossen ist es nicht, auch an der Außenfassade zu experimentieren. So werde die Arbeit der Schülerinnen und Schüler noch präsenter, Kunst noch öffentlicher und die Schule um viele Anregungen reicher.

 

Der sehr beeindruckende Auftritt der Theater-AG mit "Don Juan oder die Liebe zur Geometrie" in der Saarbrücke Zeitung.

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