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Die Theater-AG

Theater muss sein!

Rollenspieler, Fremddarsteller, Selbstdarsteller. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, tummeln sich allerlei wichtige Leute. 
So?
Oder so:
„Bühne, Bretter, die die innere Welt verändern“ (Manfred Hinrich, Philosoph), also Theater als öffentlichkeitswirksame Selbsterfahrungsgruppe?
Unsere Meinung: Wir haben beides schon gehabt. Nicht immer ganz so einfach, aber am Ende haben wir alle noch immer gelacht. 

Bevor das Theater dem Publikum etwas gibt (Unterhaltung, Erkenntnis, Identifikationsangebote, Laune, Lust und Lachen und Weinen), bereichert es die Akteure selbst. Denn wir glauben mit Novalis: „Das Theater ist die tätige Reflexion des Menschen über sich selbst.“ Das gilt gerade, wenn sie eigentlich noch keine fertigen Schauspieler sind, aber Talent haben – mehr oder weniger ist egal – und vor allem intensiv bei einer Sache sind, - was nicht egal ist. Denn nicht Konsumenten sind sie auf dem Theater, sondern Gestalter von Kunst, von Leben. Eine heute immer seltenere Erfahrung!

In den über zehn Jahren unserer Theater AG polterten, schlichen, krochen, hinkten oder marschierten an die zweihundert Schüler und Schülerinnen über die Bühne der Gesamtschule Marpingen. Vor einem in jedem Jahr aufs Neue begeisterten Publikum aus inzwischen mehr als fünftausend Schülern, Eltern und Lehrern verneigten sich stolz nach Wochen und Monaten harter Probenarbeit: 
eine Schar verstörter SchülerInnen (Die Lawine), nach langem Ehestreik glücklich wiedervereinigte Griechinnen und Griechen (Lysistrata), ein Herzog, eine Gräfin und viel Gesinde und Volk (Was ihr wollt) und wieder, jetzt aber nicht verstört, sondern selbstbewusst, weil zum Guten aufgestachelte SchülerInnen, nebst einer erprobten Shakespeare-Truppe (Der Club der toten Dichter), eine verhärmte, rachsüchtige Milliardärin und die von ihr gekaufte Stadt (Der Besuch der alten Dame), der letzte römische Kaiser und Hühnerzüchter mit ängstlichen Römern und martialischen Germanen (Romulus der Große), die hysterische Bevölkerung einer amerikanischen Kleinstadt (Hexenjagd), hochkarätige, ausgepowerte und outgesourcte Manager (Top Dogs), ja der Teufel selbst mit allen seinen sympathischen Mitteufelchen und einem süßen Engel (Luzifers Nöte mit der Demokratie und der Autobahn), die altehrwürdige adlige Gesellschaft einer Szenekneipe zu Zeiten der Französischen Revolution (Der grüne Kakadu), ein in die Ehefalle getappter Charmeur und Verführer wider Willen (Don Juan)…
…und immer dabei viele männliche und weibliche Darsteller aus allen Zeiten und Milieus, Ton- und Lichttechniker, Bühnengestalter, Caterer, Maskenbildner und und und…? Ja klar, auch Regisseure, nämlich von Anfang an Petra Brenner-Wolff und bis heute noch Martina Pape und Klemens Bott.

Oscar Wilde sagte: „Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben.“
So sehen wir das auch: Jedes Jahr auf der Bühne ein neues Stück Welt.
Herzlich willkommen in unserer Theater AG oder zu unseren Aufführungen.