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Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ am Leibniz-Gymnasium

Bereits zum zweiten Mal in Folge war das Leibniz-Gymnasium St Ingbert, UNESCO-Projektschule, auch in diesem Jahr wieder Austragungsort des Regionalwettbewerbs „Jugend debattiert“.  In Zeiten, in denen vor allem junge Menschen in erster Linie über moderne Medien kommunizieren und in deren Anonymität nicht selten alle Regeln des respektvollen Umgangs miteinander vergessen, kann man einen Wettbewerb wie „Jugend debattiert“ nicht hoch genug einschätzen. Denn hier diskutieren die Teilnehmer zwar kontrovers, müssen sich aber an strenge Verfahrensregeln halten, die Fairness und Sachlichkeit garantieren.

Auf der Regionalebene des Wettbewerbs treten  die Sieger der Schulfinale der  Sekundarstufen  I (Kl. 8-9) und II (Kl. 10-12) der teilnehmenden Schulen im Saarpfalzkreis gegeneinander an. Diesmal standen wieder interessante und auch aktuelle Themen zur Wahl. So diskutierten die Schülerinnen und Schüler der Altersgruppe I, die die Klassen 8 bis 10 beziehungsweise bei G8 die Klassenstufen 8 und 9 umfasst, über die Frage, ob grundsätzlich auch Nicht-Pädagogen in der Schule unterrichten sollen. Bei der zweiten Frage ging es darum, ob der öffentliche Busverkehr in unserer Region zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Elektrobetrieb umgestellt werden soll.

Die Altersgruppe II (Jahrgangsstufen 11 bis 13 beziehungsweise bei G8 die Klassen 10 bis 12) diskutierte darüber, ob mehr fremdsprachige Filme ohne deutschsprachige Synchronisation gezeigt werden sollen, ob Kommunen für Gärten, Grünflächen und Gewerbegebiete eine biodiversitätsfreundliche Gestaltung vorschreiben sollen und ob Bürgerinnen und Bürger per Losverfahren zur Mitarbeit im Gemeinderat verpflichtet werden sollen. Nicht nur die anwesenden Mitschüler der Debattierenden hörten den unterschiedlichen Standpunkten interessiert zu, das galt sicher auch für die Lehrerinnen und Lehrer unter den Zuhörern, besonders, als es um die Nicht-Pädagogen in der Schule oder die fehlende Synchronisation fremdsprachlicher Filme ging – erwartet man doch gerade bei letzterem eine Förderung der Lese-Kompetenz.

Am Ende der Veranstaltung freute sich Hannah Sauer vom Gymnasium Johanneum in Homburg über den ersten Platz in der Altersgruppe II, Zweite wurde Miriam Kolb, ebenfalls Johanneum. Drittplatzierte, und damit Ersatzfrau für das Landesfinale ist Rahel Schäffer vom Leibniz-Gymnasium.

Johannes Rohe vom Leibniz-Gymnasium ist der Sieger in der Altersgruppe I, den zweiten Platz belegte hier Maximilian Wentz vom Saarpfalz-Gymnasium in Homburg.

Auf die Teilnehmer am Landesfinale auf dem Saarbrücker Halberg am 15.4.2019 warten zunächst einige interessante vorbereitende Workshops in der Jugendherberge Homburg, bevor es dann um die spannende Frage geht: Wer wird das Saarland auf der Bundesebene in Berlin vertreten? Allen Teilnehmern auf jeden Fall viel Glück!