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Theatergruppe entführt Leibniz-Schüler auf den afrikanischen Kontinent

Dass wir in Deutschland  viele Dinge für selbstverständlich nehmen, die man sich in anderen Ländern nur wünschen kann – das war einer von vielen Aspekten, die den Schülerinnen und Schülern des Kurses Darstellendes Spiel und der Theater – AG des Leibniz Gymnasiums St Ingbert bei ihrem Besuch einer interessanten Theateraufführung im Großen Saal des VHS-Zentrums Saarbrücken  bewusst wurden. Auf Einladung der Fairtrade Initiative Saarland präsentierte das Hope Theatre Nairobi mit acht jungen Erwachsenen aus den Armenvierteln der kenianischen Metropole seine  Bühnenshow „Stop breathing! It can damage your health!“ (Höre auf zu atmen, es kann deine Gesundheit gefährden).  Das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen dem afrikanischen und europäischen Kontinent wird unsentimental und authentisch durch Themen wie Fairer Handel, Wasser, Klimawandel und Menschenrechte behandelt – Themen, die für die  Schüler und Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums, das UNESCO-Projektschule und auch Fairtrade-School ist, natürlich von besonderem Interesse sind. Auch die übrigen Zuschauer – Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Dudweiler, der Willi – Graf – Realschule Saarbücken, der Gemeinschaftsschule Saarbücken Bellevue, der Freien Waldorfschule Saarbücken – erlebten 90 spannende Minuten. Nach einem Grußwort des  ersten Regionalverbandsbeigeordneten Manfred Mauer sprachen die acht Schauspielerinnen und Schauspieler zunächst aus dem Zuschauerraum heraus über besonders auffällige Unterschiede zwischen Deutschland und Kenia. Danach wurden einige Zuschauer auf die Bühne gebeten und durften aktiv eine musikalische Choreographie zum Thema Luftverschmutzung mitgestalten. Wie ist es wohl für jemanden, der sein Heimatland verlassen muss, weil er dort keine Arbeit mehr findet und der deswegen in ein ihm völlig unbekanntes Land geht in der Hoffnung, dort ein besseres Leben zu haben? In den Szenen des Hope Theatre Nairobi ist es ein deutscher Minenarbeiter, der nach Afrika geht. Eine weitere Szene thematisierte die Wegwerfmentalität der Europäer anhand der globalen Textilindustrie. Nach all diesen eher ernsten Themen demonstrierte die Truppe aus Nairobi – Kenia zusammen mit vielen Zuschauern ein wenig afrikanische Lebensfreude – die Akteure versuchten, ihren Besuchern einige mitreißende „Kenyan-African moves (Tanzschritte)“ beizubringen. Und der Funke sprang auch über, zur Begeisterung aller Anwesenden vor und auf der Bühne.

Margitte Roth-Reiplinger

 
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