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Schulleiterin mit Leib und Seele verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach 40 Berufsjahren blickt unsere Schulleiterin, Hildegard Linicus-Rüssel, auf ihr Berufsleben zurück. Sie arbeitete seit 1978 durchgängig am SBBZ und unterrichtete mit den Fakultates Ernährung, Haushaltswissenschaften sowie Chemie in allen Schulformen. Mehrere Stationen prägten ihren beruflichen Werdegang. Zu Beginn der 1980er - Jahre hatte sie einen Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes. Durch Wissensdurst angetrieben, widmete sie sich neuen Inhalten. So wurde sie 1989 zur Berufs- und Fachdidaktikbetreuerin für Deutsch ernannt. Fünf Jahre später folgte die Ernennung zur Fachberaterin der Schulaufsichtsbehörde für den Bereich Pädagogik / Psychologie. Der Schwerpunkt lag in dieser Zeit auf der Neuordnung der Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin und auf der Lehrplangestaltung hinsichtlich lernfeldorientiertem Unterricht. Ihre Schaffenskraft beschränkte sich nicht nur auf die Schule. Sie war stets bestrebt, die Position der Frau zu stärken, weshalb sie sich 1997 zur Wahl als Frauenbeauftragte stellte. Dieses Amt übte sie neun Jahre lang aus. Darüber hinaus engagierte sie sich seit Beginn ihrer Berufstätigkeit im Verband der Lehrer und Lehrerinnen an berufsbildenden Schulen im Saarland, auch im Vorstand. Von 2017 an bekleidete sie das Amt der Vorsitzenden der Schulleitervereinigung.

Hildegard Linicus-Rüssel hatte ihre Ziele immer genau vor Augen und wusste vor allem auch, was unserer Schule guttut. Ob sie auch genau weiß, wie ihre Zukunft aussieht? „Ich freue mich darauf, die Zeit mit meinem Mann zu genießen, mal ins Theater zu gehen. Weitere Pläne habe ich nicht“, sagt die großgewachsene schlanke Frau. Den Taktstock wird sie vorerst zur Seite legen und sich treiben lassen. “Ich setze mir vorerst keine Ziele mehr, schaue, was kommt.“ Das Kollegium sowie auch die Schülerschaft schätzen ihre empathische und wohlwollende Art. „Ihr stets offenes Ohr für Anliegen der Schüler oder Vorschläge von Kollegen sorgten dafür, dass man gerne am SBBZ arbeitet“, so eine Lehrerin. Sie schuf eine warme Schulatmosphäre und nicht selten war ihr ansteckendes Lachen auf dem Flur zu hören. Frau Linicus-Rüssel hat die Tage bis zum Ruhestand nicht gezählt. So erledigt sie auch am letzten Schultag ihre gewohnten Aufgaben, als wäre es ein Tag wie jeder andere. Lediglich ihr Büro, wo die Bilder schon abgehängt sind und der Schreibtisch viel leerer aussieht als üblich, spricht andere Worte.

Das Kollegium und die Schülerschaft verabschieden eine Schulleiterin, die mit außergewöhnlichem Engagement für das berufliche Schulsystem lebt.